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Leselupe.de > Kindergeschichten
Lalas und Simsas Abenteuer
Eingestellt am 01. 09. 2016 15:02


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August Ehrenfeldt
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Aug 2013

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Lalas und Simsas Abenteuer

Es waren einmal zwei Eflenmaedchen, die lebten im Elfenwald. Sie hiessen Simsa und Lala. Willst du wissen, wie die beiden aussahen? Nun, man koennte sagen, dass Simsa gruen war, dass heisst, ihre Haut war gruen und sie trug ein gruenes Kleidchen ueber das ihre beiden silbern schimmernden Fluegelchen hingen. Sie war temperamentvoller als ihre grosse Schwester Lala und ziemlich vorlaut. An Lala war fast alles blau: ihre Haut war blau, ihr Kleid hatte die Farbe des Himmels. Nur ihre Fluegel schimmerten golden. Sie wusste immer alles besser, war aber sosnt ruhig und ausgeglichen. Ausserdem hatten die beiden einen kleinen Babybruder: Holger. Holger war ganz winzig, aber schon sehr gelb mit spitzen Ohren. Elfen-Jungs haben spitze Ohren. Seine Haare waren schwarz und standen wie bei einem Igel vom Kopf ab. Mit Holger war noch nicht viel los. Er lag den ganzen Tag in seiner Krippe und schlief die meiste Zeit. Wenn er mal wach war lachte er haeufig ein glucksendes Lachen.
Den lieben langen Tag flogen die Elfenschwestern im Wald herum, den Elfenkinder muessen nicht zur Schule gehen. Sie entdecken alles selbst und lernen aus Erfahrung.
Zu ihren Lieblingsbeschaeftigungen gehoerte es, den Wald zu entdecken oder fangen zu spielen. Dazu das Zerplatzen von Regentropfen, die an einem Zweig herunterhingen oder das Huepfen von Grashalm zu Grashalm.
Die Elfenkinder wohnten in einem Baum. Durch ein Astloch schluepfte man in die Wohnung, deren Eingang durch ein Vorhang aus Moos bedeckt war. Es gab viele Fenster in dieser Baumwohnung und da Elfen fliegen koennen schliefen sie auf Vorspruengen oder in Haengematten. In Holgers Fall bestand sein Bett aus einer kleinen Walnuss, die auf den Boden gestellt oder aufgehaengt werden konnte. So schaukelte er entweder sanft hin und her oder wiegte sich sachte in der Luft.

Gemeinsam erlebten die Schwestern viele Abenteuer.
So auch an jenem Tag im Hochsommer, als sie ein paar Schmetterlingen nachgeflogen bis sie so richtig ausser Puste waren. Sie beschlossen, zur Erfrischung ein wenig in einem kleinen Teich auf einer Lichtung zu plantschen. Sie tauchten ins Wasser und schlugen mit ihren Fluegeln so dass es spritzte. Dabei schrien und kreischten sie vor Vergnuegen.
Da vernahm Simsa mit einem Mal ein wuetendes Brummen hinter sich. Sie drehte sich um. Zwei grosse Insektenaugen starrten sie an. Simsa erschrak. “Lala”, schrie sie aus Leibeskraeften. Das Brummen wurde lauter und bedrohlicher, als sich das lange, schillernde Ding mit den schnell schlagenden Fluegeln naeher an sie heranschob bis nur noch wenige Millimeter die riesigen Augen nun von Simsas Gesicht trennten. “Verschwinde”, zischte die Libelle.
Simsa spuerte, wie Lala sie am Arm packte und fortriss. Schnell fluechteten sie sich unter das Blatt einer Seerose. Ihre Koerper befanden sich nun komplett unter Wasser und nur ihre Koepfe schauten heraus. Zitternd lugten sie unter dem Blatt hervor. Sie Libelle war nirgends zu sehen, doch ein Brummen verriet ihnen, dass sie nochimmer in der Naehe war. “Sieh mal”, stupste Lala ihre kleine Schwester an. Nicht weit von ihnen sahen sie den Schatten des Insekts auf der Wasseroberflaeche. Die Libelle schwirrte direkt ueber der Bluete der Seerose unter deren Blatt sie sich versteckten! Sie wagten kaum zu atmen. Was sollten sie bloss tun? Obwohl es ein heisser Sommertag war, war das Wasser des Teiches doch recht kuehl, da er meist im Schatten lag. Die Elfenkinder begannen zu froesteln. Da fuehlte Simsa, das etwas ihr linkes Bein streifte und dann leicht am rechten Bein zog. Sie sah an sich herunter. Das Wasser war zum Glueck sehr klar an dieser Stelle und so sah sie gleich, wer sie beruehrt hatte. Eine junge Forelle sah aus der Tiefe zu ihr herauf. Freundlich bewegte sie ihren Schwanz von einer Seite zur anderen und liess dabei kleine Luftblasen aus ihrem Maul aufsteigen. “Blubb, blubb”, machten sie leise als sie zur Oberflaeche aufstiegen und kurz darauf herumschwammen, bevor sie zerplatzten. Lala hatte die Forelle ebenfalls bemerkt und hielt kurz ihren Kopf unter Wasser. “Hallo”, schrie sie zur Forelle hinunter. “Hallo”, antwortete die Forelle und grinste frech. “Was ist los mit euch?” Lala hob ihren Kopf kurz aus dem Wasser um Luft zu holen. Dann steckte sie ihn wieder unter die Wasseroberflaeche und bemuehte sich, so deutlich wie moeglich zu sagen: “Die Libelle bedroht uns. Wir koennen nicht mehr weg, weil sie ueber uns schwebt. Kannst du uns helfen?” “Klaro”, sagte die Forelle keck. “Lass mich nur kurz nachdenken”, fuegte sie hinzu und begann im Kreis zu schwimmen. Lala tauchte ihren Kopf aus dem Wasser um Luft zu holen. Simsa sah sie fragend an. “Vielleicht kann uns die Forelle helfen,” fluesterte Lala ihrer kleinen Schwester verschwoehrerisch zu. Sie beobachteten eine Weile, wie die Forelle unter ihnen im Kreis schwamm. Nach ein paar Minuten sah sie nach oben und laechelte. Dabei stiegen eine Menge Luftblasen zur Wasseroberflaeche auf. Die kleine Forelle wackelte aufgeregt mir ihrem Fischschwanz. “Sie will uns etwas sagen,” bemerkte Lala scharfsinnig. Schnell tauchte sie ihren Kopf unter die Wasseroberflaeche. Neben ihr tauchte der Kopf von Simsa auf. “Ich habs!”, rief die Forelle aufgeregt. “Ich sage meinen Freund den Frosch, dass er die Libelle ablenken soll. Er kann sie soweit weglocken, dass ihr wegfliegen koennt. Er schuldet mir ohnehin noch einen Gefallen.” Die Schwestern sahen sich kurz an. “Glaubst du, das funktioniert?”, rief Simsa zur Forelle hinunter. Statt einer Antwort schwamm die Forelle hinauf zu den beiden und durchbrach die Wasseroberflaeche. Die drei steckten die Koepfe ueber der Wasseroberflaeche zusammen. “Na klar wird es funktionieren”, wisperte die Forelle, “lass mich nur machen”. Sie zwinkerte den Schwestern schelmisch zu und tauchte ab, bevor eine der beiden etwas erwiedern konnte.
Unterdessen war das Brummen der Libelle nach wie vor deutlich ueber ihren Koepfen zu vernehmen. Unschluessig warteten sie ein paar Minuten. Schliesslich hoerten sie ein Platschen, dass lauter wurde und sich auf sie zu zu bewegen schien. “Quaaack”, macht der Frosch kess.
Durch das Gruen des Seerosenblattes konnten sie noch immer die Umrisse der Libelle deutlich erkennen. Durch die schattenhaften Umrisse bekamen Lala und Simsa eine Ahnung davon, was sich ueber ihnen gerade abspielte. Das Platschen hatte abrupt aufgehoert und zu sehen war eine langezogene froschfoermige Silouette, die durch die Luft flog, direkt auf die schwebende Libelle zu. Die beiden Umrisse stiessen in der Luft zusammen. “Oh entschuldigen Sie, Verehrteste, ich habe sie gar nicht gesehen”,quaekte der Frosch vergnuegt. Das Brummen der Libelle wurde lauter. Es klang aergerlich und boese. “Du schon wieder”, stiess sie hervor. “Na warte, dich werde ich lehren, besser aufzupassen!”
Doch der Frosch war schon weitergehuepft. Erstaunlich schnell sprang er ueber das Wasser, auf das weit entfernte Ufer zu. Die Libelle jagte hinterher. “Jetzt”, schrie Lala und flog in die andere Richtung, Simsa am Arm hinter sich herziehend. Im Nu hatten sie die Uferboeschung erreicht, die Lichtung ueberquert und waren ins sichere Halbdunkel des Waldes eingetaucht. Erst hier wagten sie, langsamer zu fliegen und sich umzudrehen. Niemand war ihnen gefolgt. Erleichtert kicherten sie. “Wir konnten uns gar nicht bei der Forelle oder dem Frosch bedanken”, bemerkte Simsa ploetzlich traurig. “Macht nichts, dass machen wir beim naechsten Mal”, entgegnete Lala frech und prustete los. Simsa stimmte in das Gelaechter ihrer Schwester ein und gemeinsam flogen sie nach Hause.

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