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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Lustschmerz
Eingestellt am 22. 08. 2016 15:20


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Amalaswintha
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jun 2002

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Ich parkte meinen Corsa vor der hübschen Jugendstilvilla und schaltete den Motor ab. Es war Ende November und obwohl es noch gar nicht so spät war, schon dunkel auf den Straßen. Leichter Nieselregen fiel auf die Windschutzscheibe meines Autos. Ein alter Mann, mit leicht gebeugten Schultern und einem schwarzem Regenschirm, führte mit mühsamen Schritten, eine kleine, braunweiße Promenadenmischung Richtung Stadtpark. Manche Verpflichtungen nehmen eben keine Rücksicht auf Wetter und das eigene Befinden.

Ich spürte dieses krampfartige Ziehen im Bauch, das sowohl Freude als auch Schmerz bedeutet. Freude darüber, ihn gleich wieder zu sehen, zu spüren, ihm nahe zu sein und Schmerz, weil ich weiß, wie hoffnungslos meine Liebe zu ihm ist. Ich zog den Zündschlüssel aus dem Schloss, schaltete die Scheinwerfer aus und umgab mein Herz mit einem Wall aus Stein und Eis. Es sollte nicht bloß und nackt vor ihm liegen.

Mein Blick glitt an er Fassade der Villa nach oben, wo ein sanfter, orangefarbener Lichtschein aus dem Dachfenster seines Wohnzimmers davon kündete, dass er in Erwartung meines Besuches, seinen zynischen Panzer ablegend und ganz Romantiker, ein Meer von Kerzen angezündet hatte. Ich kramte aus meiner kleinen, schwarzen Lederimitat-Reisetasche meinen Kajalstift heraus und zog im Dunkeln und ohne Spiegel die Linien um meine Augenlider nach. Mit den Fingern fuhr ich durch meine Haare, um meine Locken, die er so sehr mag, ein wenig aufzuschütteln.

Wir hatten ein ganzes gemeinsames Wochenende von Freitagabend bis Sonntag. Mein Gott war ich nervös. Dieser Mann schafft es nach all den vielen Jahren, die wir uns schon kennen, immer noch, dass ich mich vor jedem Treffen fühle, als sei es das erste Rendezvous. Ich schloss meine Augen, atmete ein paar mal tief durch und streifte alles ab, was meinen Verstand normalerweise beschäftigt. Die Sorgen um meine Söhne, den Ärger mit meiner Chefin, der zum Problem gewordene gemeinsame Kredit mit meinem früheren Lebensgefährten und die Existenz der jungen Frau, für die mein Liebhaber, aller Wahrscheinlichkeit nach, auch ein Meer von Kerzen entzündet. Ich ließ alles hinter mir, was nicht zum Hier und Jetzt gehörte, als ich aus meinem Auto stieg.

Er betätigte den Türöffner und noch bevor ich die schwere, massive Holztür hinter mir geschlossen hatte, hörte ich ihn schon die knarrende alte Holztreppe herunter eilen. Mein Herz begann schneller zu schlagen und ich hob den Blick. Er stand auf dem ersten Treppenabsatz vor mir, wie der Herr ihn geschaffen hat. Nackt. Sein kräftiger Körper noch feucht von der Dusche, aus der er offenkundig gerade gesprungen war, trug er ungeniert sein Geschlecht vor sich her und scherte sich einen Dreck darum, dass noch zwei andere Parteien im Haus wohnen. Mit einem breiten Grinsen im Fünftagesbartgesicht, sagte er: „Hey. Ich freu' mich so dass Du da bist,“ griff, ganz Kavalier der alten Schule, nach meiner Reisetasche und ließ mir den Vortritt die Treppe hinauf.

Wie immer ein wenig irritiert darüber, was das Voodooamulett, das an seiner Wohnungstür hängt wohl zu bedeuten hat, betrat ich den engen Flur, ließ ihm genug Platz, um auch herein zu kommen und drehte mich dann nach ihm um. Er stellte mein Gepäck ab, zog mich an sich und schlang seine Arme um mich. „Verzeih' ich musste noch so viel erledigen und hatte erst jetzt Zeit, schnell unter die Dusche zu springen.“ Ich nuschelte irgendeine Erwiderung in sein schwarzes, frisch duftendes Brusthaar, bevor ich meinen Kopf hob, um ihm einen bewusst oberflächlichen, kühlen Begrüßungskuss auf die Lippen zu drücken. Ich spüre wie sein Penis an meinem Bauch hart zu werden begann. Gespielt ungerührt löste ich mich aus seinen Armen und sagte: „Du wirst Dich noch erkälten.“

Während er sich nebenan anzog, saß ich auf dem Diwan in seinem kleinen Wohnzimmer, zwischen unzähligen roten und gelben Kissen. Ich lauschte der dunklen, mystischen Musik, die er aufgelegt hatte und betrachtete mein Spiegelbild in dem breiten, antiken Spiegel, der an der Wand gegenüber hängt, über einem, mit viel zu vielen Büchern vollgestopften halbhohen Regal, auf dessen oberer Ablagefläche sich allerlei Kram befindet. Getrocknete Rosen und duftender Lavendel, eine alte Spieluhr, die ich ihm geschenkt habe, verschiedene Kerzenhalter, ein orientalisches Räuchergefäß, Ahnenbildchen in kleinen silbernen Rahmen, antike Flohmarkttrophäen und Erinnerungsstückchen.

Das flackernde, sanfte Kerzenlicht schmeichelte mir, ließ mein ohnehin dunkles Haar schwarz erscheinen, meine Augen tief und geheimnisvoll und mein Dekolleté samten und verführerisch. Ich fühlte mich hübsch und lächelte mir leise zu. Er würde mich ganz sicher begehrenswert finden.

Er kam herein, fragte, was ich trinken wolle, ob ich hungrig sei, Appetit auf etwas Obst hätte, Kaffee oder Espresso, ich solle ihm nur sagen, wenn ich irgendetwas haben wolle. Er trug ein schwarzes, orientalisch anmutendes Leinenensemble aus weit geschnittener Hose und einem Hemd mit einem tiefen, mit Ornamenten bestickten Ausschnitt. Sein zu einem Zopf gebundenes, dunkles Haar, der kurz gestutzte Bart und seine dunkelbraunen Augen, gaben ihm das geheimnisvoll ungezähmte Aussehen, welches ich so anziehend finde.

Ich blickte in seine ganz leicht schräg stehenden Raubkatzenaugen und dachte an den Ausdruck darin, wenn er beim Liebesspiel in seine unberechenbare Leidenschaft verfällt, an diesen Blick, der alles fordert, bedingungslos und rücksichtslos. Doch noch waren seine Augen ganz samten und er ergeben darum bemüht mich mit seiner Gastfreundschaft zufrieden zu stellen. Ich lächelte ihn an und sagte, ein Glas Wasser würde mir erst mal genügen. Doch fühlte ich, wie mein Atem bei seinem Anblick ungewollt eine Spur schneller wurde und die Muskeln in meinem Beckenboden sich zusammen zogen und mir ein süßes Kribbeln im Unterleib bescherten.

Er stellte zwei Gläser und eine Flasche Wasser auf den flachen Tisch, fragte, ob ich etwas zum Knabbern haben wolle, legte eine andere Musik auf, entzündete ein kleines, rundes Stück Kohle in einer metallenen Schale, legte einige Weihrauchbröckchen darauf und machte mich ganz verrückt mit seinem hin und her laufen. Ich wollte, dass er sich endlich neben mich setzen solle, damit ich seine Wärme und Nähe würde spüren können. Ich schob meine Hände unter meine Oberschenkel um sie ruhig zu halten und ihn nicht einfach zu mir zu zerren.

Endlich setzte er sich und lehnte sich in die Kissen zurück. Damit konnte auch ich mich etwas entspannen und es mir neben ihm bequemer machen. Ich hielt einen kleinen Abstand ein, um ihn nirgends zu berühren. Wir erzählten ein bisschen dies und das, während der wundervolle Duft des Weihrauches und die sanften sehnsüchtigen Klänge alter irischer Melodien das kleine Zimmer mit den dunkelrot orange gestrichenen Tapeten erfüllten.

Wie immer wenn ich bei ihm bin, tauchten wir ab, in eine andere Welt, in einen eigenen Kosmos, in dem es nichts mehr gibt, als ihn und mich. Kein Gestern, kein Morgen, nur diese eine ewige Stunde, in der wir uns gerade befinden. Ich nenne es gerne Glückseligkeit. Ein tiefes, wundervolles Gefühl der Zufriedenheit. In dieser Stunde ist alles nichtig und vergessen, was uns trennt.





Nachdem er ein Weilchen auf seine herrlich sarkastische Art Geschichten aus seiner Zeit bei der nationalen Volksarmee erzählte, über die wir Tränen lachten und die ich mir immer wieder anhören kann ohne dass es je langweilig wird, fing ich an, ihn mit Blicken zu streicheln. Ich betrachtete die Form seiner Hände, die ich so gerne spüre, seine Finger mit den gepflegten Nägeln, ich beobachtete wie seine Brust sich beim Atmen hob und senkte. Bewunderte die Linie seiner schön geschwungenen, breiten Schultern. Ich lauschte seiner Stimme, aber nicht seinen Worten.

Er merkte, dass ich aufgehört hatte ihm zuzuhören und fragte mich: „Fühlst Du Dich wohl, geht es Dir gut?“ Ich sah in an, lächelte und nickte. „Das freut mich, denn ich will dass Du alles hast was Du brauchst, wenn Du bei mir bist“ sagte er mit sanfter Stimme und berührte sachte mit seinen Fingerspitzen meinen Handrücken. Ich zog wie zufällig meine Hand zurück, riss mich zusammen und entschuldigte mich für mein Abschweifen. Er sagte: „Du musst Dich nicht entschuldigen, ich mag das an Dir, ich finde es schön, wenn Du so selbst versunken bist und träumst.“ Ich spürte wie mein Herz zu schmerzen begann und um diese gefährlich romantische Stimmung zu durchbrechen, lachte ich, warf ihm ein: „Ja, ja, das sagst Du jetzt nur aus Höflichkeit“ an den Kopf und sprach dann irgend ein Thema an, von dem ich wusste, dass es ihn interessieren würde.

Also plauderten wir die nächste halbe Stunde, bis die CD zu Ende war. Er durchsuchte kurz seine Musiksammlung und legte eine Andere ein. Ich kenne ihn gut genug um zu wissen, dass er sich sehr stark über die Musik ausdrückt, die er hört. Sie hat immer etwas zu bedeuten und spiegelt meistens seinen Gemütszustand wider und als ich die ersten Töne vom „Tango for the Concession of the Suspener Princess“ hörte, wusste ich, dass der Teil des Abends mit gepflegter Unterhaltung und liebenswürdigen Höflichkeiten vorbei war. Bei den Klängen dieser Musik, komponiert für dunkle Stunden und geheime Leidenschaften, spüre ich immer eine feine, leicht schmerzhafte Sehnsucht nach etwas Unbekanntem.

Auf dem Weg zurück zum Diwan, zu mir, verwandelte er sich in einen hungrigen, jagenden Wolf und ich wusste, ich war die Beute, die es zu erlegen galt. Eine Beute freilich, die sich nur zu gerne von ihm reißen lässt. Er zog das Band von seinem Zopf und warf es auf den Tisch, so dass seine Haare frei über seine Schultern fielen. Er schlüpfte aus seinem Hemd und ließ es einfach auf den Boden fallen und so wie er seine Kleidung Stück für Stück ablegte, legte ich meine kaltblütige Selbstbeherrschtheit ab. Mein Herz, das galt es weiterhin zu verbergen, aber meinen Körper, meine Lust, meine Begierde, die sollte er haben und zwar ganz und gar.

Ich empfing ihn mit offenen Armen, zog ihn ungeduldig über mich. Ich wollte endlich sein Gewicht auf mir spüren, seine zupackenden Hände, seine Härte. Er küsste mich. Doch viel zu sanft. Wild und ungestüm biss ich in seine Lippen. Er lachte und packte mich am Haar: „Brauchst Du es so hart ?“ fragte er und ich antwortete indem ich meine Fingernägel in seinen Rücken bohrte und ganz langsam über sein Fleisch zog. Er stöhnte auf und presste seinen Mund so fest auf meinen, dass ich seine Zähne spüren konnte. Ich schmeckte ihn, seine Zunge, seine Lippen und ich konnte nicht genug von seinen Küssen bekommen. Ich wand mich unter ihm, während er an meiner Kleidung zerrte und mich irgendwie davon befreite. Jedes Stückchen meiner Haut, dass er frei legte küsste und biss er, so dass ich bald nicht mehr wusste, wie ich überhaupt noch zu Atem kommen sollte.

Ich griff in seine Haare, um ihn ein wenig zu bändigen und schaffte es mich unter ihm heraus zu winden und über ihn zu kommen. Meine Hand suchte nach seinem schönen, harten Schwanz um ihn fest zu massieren. Ich war gierig auf diesen Schwanz und ich musste ihn unbedingt in den Mund nehmen und an ihm lutschen und lecken und dabei dem Stöhnen seines Besitzers lauschen. Oh wie ich diese Geräusche liebe, wie ich es genoss, ihm Lust zu bereiten. „Nein, noch nicht!“ sagte er, als ich zu gierig wurde und warf mich wieder auf den Rücken.

„Ich habe etwas für Dich.“ sagte er atemlos zwischen zwei leidenschaftlichen Küssen und versuchte mich einen Moment damit zu bändigen, dass er meine Arme über meinem Kopf fest hielt. Ich wollte aber nicht stillhalten und schlang meine Beine um seine Hüften. Er lachte und sagte: „Oh ich weiß, Du bist unersättlich, aber heute wirst Du Dich etwas gedulden müssen.“

Neugierig beschloss ich, mich ein wenig zu beherrschen, um heraus zu finden, was er vor hatte. Er griff unter den Tisch und zog eine Decke heraus, in die offensichtlich etwas eingewickelt war. Bevor ich aber sehen konnte, um was es sich da handelte, drehte er mich einfach auf den Bauch, so dass die vielen Kissen mir die Sicht versperrten. Ich begann etwas zu ahnen, doch bei Weitem nicht das, was in den nächsten Stunden passieren sollte.

Wie oft schon hatte ich ihn herausgefordert, gelästert, gescherzt, ihm von mir geschriebene erotische Geschichten geschickt, in denen es um Phantasien ging, die ich unbedingt ausleben wollte. Mit ihm und nur mit ihm, denn ich wusste, das er genau der Richtige dafür war, dass das gleiche Feuer in ihm brannte wie in mir. Doch nie hatte ich es geschafft ihn so weit zu bringen, mit mir die Grenzen zu überschreiten. Ich wusste, dass er es mit anderen getan hatte, doch mir verweigerte er seit Jahren diese Seite der Leidenschaft, die ich doch so sehr von ihm haben wollte.

Ich rappelte mich gerade auf die Knie auf, um zu sehen was er machte, als mich der erste Hieb der französischen Ochsenknute mit einer solch brutalen Härte traf, wie ich sie nie zuvor gespürt hatte. Ich schrie auf und er griff in mein Haar und drückte mich in die Kissen, während ich mich wand, um dem nächsten Schlag so gut es ging auszuweichen. Aber ich hatte keine Chance. Doch er war gnädig und legte die Peitsche nach zwei weiteren Hieben weg.

Ich rang nach Atem und fühlte wie der Schmerz in leisen Wellen durch meinen ganzen Körper klang. Ich war wütend. Wie konnte er es wagen, einfach so, ohne mich zu fragen. Was irrational war, weil ich selbst es ja so oft von ihm gefordert hatte. Aber ich konnte in dieser Situation nicht mehr klar denken. Ich hatte jedoch keine Gelegenheit, mich mit ihm anzulegen, denn er setzte sich auf meine Oberschenkel und band mit einem roten Seidenschal meine Hände auf dem Rücken zusammen.

Ich ballte meine Fäuste, damit meine Handgelenke etwas mehr Umfang bekämen und sagte provokant, dass ich da sowieso gleich wieder rausschlüpfen würde. Er lachte nur und zog die Fesseln so eng zusammen, dass mich mein kleiner Trick nichts nützte und ich dachte, dass er verdammt noch mal, sehr gut wusste, was er tat.

Dann drehte er mich auf den Rücken, was sehr unbequem für mich war, da ich nun auf meinen gefesselten Händen lag. Ich sah ihn vorwurfsvoll an. Bekam aber wieder keine Zeit mich zu beschweren, denn da hielt er schon ein Messer in der Hand. Ich war total überrascht und ein flaues Angstgefühl raubte mir den Atem. Er berührte mit der kalten Klinge sacht meine Unterlippe. Mein ohnehin schon rasendes Herz, verdoppelte seine Schlagzahl, während die scharfe Spitze ganz langsam eine Linie über mein Kinn und meinen Hals zum Busen hinab zeichnete.

Ich wagte nicht mich zu bewegen. Er saß über mich gebeugt und sein langes Haar fiel wild über sein Gesicht. Ich blickte in seine dunklen Augen, die nichts menschliches mehr hatten und ich wusste, selbst wenn ich bitten und betteln würde, er würde nur lachen und sich nicht mehr aufhalten lassen. Die Klinge ritzte feine Zeichen in meine Brust, während mein Atem stoßweise und mit einem Stöhnen über meine Lippen rann. Er sagte rau: „Keine Sorge, wenn ich Dich schneide, werde ich Dir das Blut ablecken.“ Ich wollte meine Schwäche nicht zugeben und antwortete leichthin, dass mich das ungemein trösten würde.

Ich weiß nicht wie viel Zeit verging. Er spielte mit mir und jedes Stöhnen von mir trieb ihn nur noch weiter an. Ich nahm nichts mehr wahr von dem Raum, in dem wir uns befanden, ich hörte selbst die Musik nicht mehr, mein Denken war ausgeschaltet und ich bestand nur noch aus Gefühlen, aus Schmerz und unglaublicher Lust und ich spürte meinen Körper mit jeder Faser.

Irgendwann packte er wieder mein Haar und zog meinen Kopf weit nach hinten, ich wand mich, während er mir ins Ohr flüsterte:“Ich werde mir ganz viel Zeit für Dich nehmen, ja, wir haben die ganze Nacht.“ Er küsste mich hart und fordernd und während er mich immer noch gepackt hielt und mit seinem Körper niederdrückte, spürte ich seine Zähne auf meinen Lippen, meinem Hals und meiner Brust. Ich schrie mein unglaubliches Verlangen laut hinaus, ich wollte ihn, wie ich noch nie einen Mann gewollt hatte. Ich schlang fordernd meine Beine um ihn und drängte mich ihm entgegen. „Noch nicht,“ sagte er „sei doch nicht so ungeduldig.“

Aber ich war ungeduldig, ich wollte ihn spüren, ich wollte ihn tief und hart und rücksichtslos in mir spüren. Er sah mir in die Augen und las darin meine unverhohlene Gier. „Wir sollten eine kleine Pause machen“ meinte er ganz ungerührt und drehte mich zur Seite, um meine Fesseln zu lösen. Meine Lust schlug in Aggression um. Wie konnte er so mit mir spielen, sich meinen Wünschen versagen. Einfach so aufhören. Ich sah das Messer auf dem Tisch liegen und griff danach, kaum dass meine Hände frei waren. Er lehnte sich entspannt in die Kissen zurück und beobachtete mich. Ich war etwas unsicher, weil ich nicht wusste, wie scharf die Klinge war und wie ich sie benutzen sollte, um nicht versehentlich zu tief zu schneiden.

Sein Wolfslächeln stahl sich auf seine Lippen und er umfasste fest meine Hand und führte sie mit der Klinge an seinen Bauch. Die Linie, die wir gemeinsam zogen, war fein und rot, aber sie blutete nicht. In der Gewissheit, dass ich verstanden hatte, ließ er meine Hand los. Ich war gierig darauf seine Reaktionen zu sehen, seine Stimme zu hören, seine Leidenschaft anzufachen und ich führte die Klinge des Messers mit leichtem Druck über seine Leisten. Wir wussten beide um die Gefahr und er zog scharf die Luft ein. Mit einem Lächeln und der Bestätigung, auf dem richtigen Weg zu sein, streichelte ich mit der flachen Seite der Klinge über seine Hoden und seinen Schwanz, was diesen noch praller werden ließ.

Er stöhnte und sagte:“Was machst Du mit mir?“ Ich genoss meine Macht und beobachtete die Spitze des Messers auf seiner Haut, die Spur, die sie hinterließ und mein Wunsch, die Klinge tiefer in seine Haut zu drücken, sein Blut zu sehen und seine Lustschreie zu hören war so groß, dass ich mich nur mit Mühe beherrschen konnte. Ich legte das Messer weg, setzte mich auf ihn, küsste seinen Mund und biss ihn in Hals und Schulter. Er packte mich und erwiderte meine Liebkosungen ebenso hart und heftig. Ich hielt mich in seinen Haaren fest und forderte mit meinem Körper und meinen Seufzern mehr und mehr.

Irgendwo zwischen den Kissen, zog er den Seidenschal hervor, legte ihn über meinen Hals und drückte mich auf den Diwan zurück. Ich lag regungslos unter ihm und die Blicke, die wir tauschten waren beredter, als alle Worte und alle Seufzer es je sein könnten. Er zog den Schal straffer und enger und durch meinen Leib jagten Gefühle, die ich gar nicht beim Namen nennen kann. Ich war ihm so vollkommen ausgeliefert, dass er mir mit einem weiteren kleinen Handgriff das Leben nehmen konnte. Wenn es noch irgendetwas gab, was mich bis dahin von ihm getrennt hatte, ich ließ es los. Ich ließ alles los, jeden Gedanken, alle Angst und Zweifel und gab mich ihm einfach ganz und gar hin.

Er drang mit einem tiefen Stoß in mich ein. Ich stöhnte, wollte ihn noch tiefer und noch härter in mir spüren und forderte ungehemmt mehr. Er sagte: „Das ist genau das was Du brauchst nicht wahr. Ich weiß es. Ich sehe es in Deinen Augen. Ich habe Lust Dich stundenlang zu ficken, bis Du um Gnade bettelst und schreist. Du sollst alles bekommen, was Du brauchst.“ Seine Worte machten mich noch mehr an und, mein Blick gefangen in seinem, war ich einem süßen Wahnsinn nahe. Ich bog mich ihm entgegen, um jeden seiner Stöße noch tiefer in mich aufzunehmen, ihn noch intensiver zu spüren, in dem schmerzlich verzehrenden Wunsch vollkommen mit ihm zu verschmelzen, die Trennung in zwei Körper aufzuheben und eins zu werden.

Schließlich zog er mich auf die Knie, um mich von hinten zu nehmen. Er hielt mich mit einer Hand an den Haaren gepackt, so dass ich ihm nicht ausweichen konnte. Seine andere Hand aber schwang die Peitsche und er schlug, während er mich fickte, auf meine Oberschenkel, als ritte er ein widerspenstiges Pferd. Ich schrie nur noch laut und konnte nicht unterscheiden, ob es aus Lust oder Schmerz war. Die Mischung aus beidem machte mich wahnsinnig und trug mich weit weg in eine andere Welt.

Später, als nur noch das laue Licht der Straßenlaterne vor dem Haus auf den zerwühlten Diwan fiel und die Musik und die Leidenschaft verklungen waren, legte er seinen Kopf in meinen Schoss und während ich ihn zärtlich streichelte und seine weiches langes Haar durch meine Finger gleiten ließ, schloss er wohlig seufzend die Augen. Ich saß über ihn gebeugt und wünschte mir, die Zeit möge für immer und ewig anhalten in diesem Moment – mit seinem Kopf in meinem Schoss und meinen Händen in seinen Locken. Und mein törichtes, unbelehrbares, verfluchtes Herz, das bis ans Ende aller Zeiten nur ihm gehören will, schmerzte so sehr in meiner Brust, dass eine Träne aus dunkelrotem Blut in das Haar meines sanft schlummernden Geliebten fiel.

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