ich bin der Meinung (und das hoffentlich nicht allein), dass ein einigermaßen anspruchsvolles Erotik-Forum vor allem von der Vielfalt und von der Originalität der Geschichten leben sollte.
Seit den letzten ein bis zwei Jahren glaube ich da spürbare Fortschritte zu erkennen.
In die Reihe, der Geschichten, die für die genannte Vielfalt, natürlich gepaart mit handwerklicher Qualität, verantwortlich sind, reiht sich deine Kreolen-Roswitha nahtlos ein.
Auf deinen erfrischenden Stil brauche ich ja nicht einzugehen – der dürfte mittlerweile hinreichend bekannt sein. Auch Kreolen-Roswitha ist mir wahrlich keine Unbekannte mehr.
Summa summarum – mir hats gefallen. An deine unorthodoxe Zeichensetzung bei der wörtlichen Rede habe ich mich inzwischen gewöhnt.
Was den Inhalt angeht, so fand ich es fies von dir, nach dem romantischen Einstieg in das Kreolen Abenteuer, deinen Erwin so bis auf die Knochen zu blamieren. Aber dass Hagen seine Protagonisten meist nie richtig zum Zuge kommen lässt, scheint schon ein Markenzeichen von ihm zu sein. Warum auch nicht? Siehe Vielfalt.
Der Text ist rund und lässt sich locker (mit aktivierter Schmunzelfunktion) lesen. Wie gesagt – mir gefällt er.
Zum Schluss noch drei kleine Anmerkungen:
quote:Dann putzte er sich die Zähne und setzte den ersten Kaffee an, richtigen Betonkaffee, den Irmgard verabscheute, wegen ihres Herzens, und ihm immer einen halbstündigen Vortrag darüber hielt, wenn er den Kaffee etwas stärker kochte, als sie es gewohnt war. Es musste ja nicht immer Bier sein. Fünf Kaffeebecher ins Regal, einer auf den Tisch und den Hafenschlepper vom Lader.
(Würde ich streichen, denn ein Leser, der dein EE (Erwin-Epos) nicht kennt, könnte hier verwirrt stutzen und sich fragen, woher denn plötzlich Hafenschlepper her kommen)
quote:Wenn nicht, kann ich meinen Hafenschlepper ein wenig fahren lassen und (siehe oben) in himmlischer Ruhe hier pennen.‘
quote:‚Egal‘, dachte Erwin, ‚die ‘Operation Eagle claw‘ im Jahre 1980 hat ja auch nicht gleich geklappt.
(„nicht gleich??? Die Operation hat gar nicht geklappt und endete in einem Desaster, das auch keine Wiederholung zuließ. Aber bei Roswitha ist doch eine Wiederholung – vorausgesetzt, Erwins Intimbereich wird vorher hygienisiert – doch hoffentlich geplant? Also, wenn dann schon ein Vergleich mit irgendeiner militärischen Operation herhalten muss, dann such dir eine, die wenigstens im zweiten Anlauf geklappt hat. Auch wenn es schwer fallen sollte – der Absatz könnte auch gestrichen werden. Der Geschichte tut das keinen Abbruch)
Ach, noch was. Die Kreolen-Roswitha mag ja ein atemberaubendes Fahrgestell haben, aber sie „wiegt“ Selbiges einen Hauch zu oft.
Doch das von mir Gesagte veranlasst mich keineswegs, den erhobenen Daumen auch nur um ein Μμ zu senken.
Gruß Ralph
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Schreib über das, was du kennst!
Hallo Ralph,
vielen Dank für die Beschäftigung mit meinem Text und die gute Bewertung.
Dicken Dank dafür!
Du hast Recht, das Ding ist aus dem EE (Erwin Epos) ausgekoppelt, es wirkt als sogenannter 'Stand alone' auch ganz ordentlich, wie ich meine. Da wir gerade dabei sind; - ich sollte die Fortsetzung auch mal einstellen, was meinst Du?
Du kannst Dir sicher vorstellen, das eine Auskopplung immer eine Menge Arbeit bedeutet, dabei kann in der 'Schaffensfreude' schon mal was durchrutschen. Ich bin Dir ausgesprochen Dankbar, dass Du mich auf einige Kinken aufmerksam gemacht hast. Ich habe sie umgehend korrigiert und hoffe, das Ding gefällt Dir so noch besser.
Die Nummer, dass ich meine Protagonisten meist nie richtig zum Zuge kommen lasse, scheint schon ein Markenzeichen von mir zu sein, aber das Leben ist nicht anders. Ein reiner Erfahrungswert von mir, denn nichts endet wie geplant!
... und die Kreolen-Roswitha hat nicht nur ein atemberaubendes Fahrgestell; - doch davon in der nächsten Geschichte!
Nochmals vielen Dank!
Wir lesen uns!
Herzlichst
yours Hagen
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Je dringender man ein Detail für eine gute Geschichte braucht,
desto schwieriger ist es zu recherchieren; - es sei denn,
man hat die Geschichte selbst erlebt.
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Amalaswintha One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jun 2002
Ich habe die Geschichte gerne gelesen, fand das Ende überraschend, aber irgendwie auch amüsant. Ich finde, Du hast es geschafft, Deinen Protagonisten trotz der Kürze der Geschichte einen Charakter zu geben, der gut rüber kommt. Wobei die Motivation von Roswitha nicht so klar ist und etwas detaillierter beschrieben sein könnte. Würde gerne mehr von den Beiden lesen.
LG
Amalaswintha
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Ich schreibe also bin ich
Hallo liebe Amalaswintha,
ich danke Dir dafür, das Du Dich mit meinem Text beschäftigt hast. Ganz besonderen dicken Dank für Dein Lob, es ging mit runter wie Heidehonig.
Was Erwin und die Kreolen-Roswitha betrifft, so möchte ich Dir sagen, dass ich die einzelnen Geschichten als sogenannte 'Standalones' aus einem etwas umfangreicheren Roman ausgekoppelt, und nur mal zum 'Antesten' bei der LL eingestellt habe.
Das Date mit der Kreolen-Roswitha
24. 06. 2016 Erotische Geschichten
Midlifecrisis
31. 05. 2016 Kurzgeschichten
Wohin mit der Leiche?
22. 04. 2016 Kurzgeschichten
Vorleben einer Taxifahrerin
18. 04. 2016 Kurzgeschichten
Unsterblichkeit der Seele
03. 04. 2016 Kurzgeschichten
Episoden aus der Nacht eines Taxifahrers
28. 03. 2016 Kurzgeschichten
Ich wünsche Dir viel Spaß beim Lesen,
natürlich lesen wir uns!
Herzlichst
yours Hagen
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Manche Männer bemühen sich lebenslang, das Wesen einer Frau zu verstehen.
Andere befassen sich mit weniger schwierigen Dingen, zum Beispiel Verschwörungstheorien.
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