Der erste Familienurlaub am Jadebusen
(Sommer 1960)
Es wird sehr bedenklich. Der Gezeitenstrom treibt mich immer weiter vom Ufer weg.
Ein leichter Wind kommt auf und läst auf meinem nackten Oberkörper eine Gänsehaut entstehen. Es ist verdammt schwer nur mit den Händen die Luftmatratze wieder zum Ufer zu bewegen.
Ich werde immer weiter mit der Ebbe aufs offene Meer hinausgezogen.
Wo ist denn überhaupt das Land?
Vielleicht ist es hier gar nicht Tief und ich kann mich hinstellen um die richtige Richtung zu bestimmen. Aber dann komme ich bestimmt nicht mehr auf meine schwimmende Unterlage rauf.
Ich traue mich nicht den Oberkörper aufzurichten um das Land, wo meine Eltern und die Brüder sind, zu erkennen. Hier oben bin ich sicher muss nur aufpassen, das ich nicht kentere oder herunterrutsche.
Da kommt so ein umgedrehter Reisigbesen. Den versuche ich mal zu erreichen um mich daran festzuhalten.
Geschafft! Nun kann ich nicht mehr weiter abtreiben. Es wird mich schon jemand finden. Vielleicht bin ich schon in England und die können mich nicht verstehen. Wie soll ich dann nach Hause kommen. Ich habe Angst.
“Hallo, hört mich jemand? Hallo, ich will zurück!“, schrie ich so laut ich konnte.
“Jürgen, was schreist du denn so laut?” fragte mich mein Vater.
“Hallo, bist du hier ganz hergeschwommen?” will ich wissen.
“Kannst du bis nach England schwimmen?”
“Nein nicht ganz nur die letzten paar Meter bin ich zu dir geschwommen. Und England ist hier auch noch nicht. Wir sind noch im Jadebusen. Du solltest doch nicht so weit mit der Luftmatratze raus schwimmen hier kannst du nicht mehr stehen und das ist sehr gefährlich. Gut, das du dich an die Pricke festgehalten hast.
Die Strömung kann dich bis in die offene Nordsee treiben und da gibt es kein Kakao.”
“Ja in Ordnung.” Mir ging es schon wieder besser auch die Gänsehaut war wieder verschwunden.
Er nimmt das hintere Ende meiner schwimmende Matratze und schob mich schwimmender Weise zum Campingplatz zurück.
Vor zwei Tagen sind wir in Dangast auf dem Campingplatz “Rennweide” angekommen.
Kurzfristig hatten sich unsere Eltern entschlossen, dass wir uns in den Schulferien zwei Wochen erholen sollten. Meine Eltern von der Arbeit und meine Brüder von der Schule und ich vom Kindergarten. Sie hatten die wunderbare Idee mit dem Campingurlaub. Wir fünf, das sind Mutti, Vati, Heinz, Manfred und natürlich ich, der Jürgen, wollen die Zeit in einem Wohnwagen verbringen.
Als wir in Dangast ankamen und kurz vor der Küste die vielen schönen Wohnwagen
in mehren Reihen stehen sahen, kam bei uns Kindern Abenteuerlust auf.
Die Eltern meldeten uns bei der Rezeption an und fragten nach unserem angemieteten Wohnwagen. “Wohnwagen“? fragte der Platzverwalter. Na ich begleite euch mal dahin. “Oh, wir gehen bis zum Strand nach vorne. Klasse!
Toll, wir sind in der ersten Reihe,” sagte ich freudig.
“Hallo Herr Platzwart, wo gehen sie denn drauf zu? Nicht zu dem kleinen Borgward Kleinbus! “ sagte Manfred leise zu uns.
Doch, genau davor bleibt er stehen!
“Ist das unser Wohnwagen?” wollte Vater wissen.
“Ja” antwortete der Platzwart.
“Der ist aber sehr klein für fünf Personen. Der ist doch nicht größer als ein VW Bully”
“Ja”, antwortete der Friese nur knapp. Ich baue euch noch ein Vorzelt davor, dann wird es schon gehen.”
Ins Vorzelt wurden drei Luftmatratzen für uns Kinder gelegt.
Es waren schöne Luftmatratzen. Sie hatten eine Stoffschicht mit einer blauen und einer roten Seite.
Die Sachen wurden aus Onkel Erichs Kombi geladen, der hat uns hier her gefahren hatte. Meine Eltern hatten, wie fast alle in der Straße in der wir wohnten, kein eigenes Auto. Er musste gleich wieder zurück, weil er in seiner Bäckerei noch die Brote fertig backen musste. Mutti kochte noch schnell ein paar Nudeln mit Jägersoße. Sie wollte nicht, dass wenn der Ort erkundigt wird, ein Geschrei nach Essen stattfindet.
“So, für unterwegs bekommt noch jeder einen Dauerlutscher“ Sie fand sie nicht.
“Hat jemand eine kleine Tüte mit kirschroten Dauerlutschern gesehen?”
“Nö, ich nicht”. Meine Antwort war, so glaube ich, zu schnell. Sie guckten mich alle an.
“Jürgen du hast die kleine Tüte nicht gesehen?” fragte Vater.
“Nö”
“Warum sind denn deine Lippen und die Zunge so rot?”
“Äh, im Kofferraum vom Onkel lagen doch ein paar rote süße Kügelchen an weißen Stielen, die habe ich natürlich genommen. Oder waren das etwa die Dauerlutscher?”
“ Jürgen!” sagte Mutter ziemlich sauer. Aber es war damit erledigt. Prima.
Als wir das Vorzelt verließen, um die Füße mal ins Nordseewasser zu stellen, mussten wir mit Entsetzen feststellen, dass kein Wasser mehr da war.
“Wer hat denn den Stöpsel gezogen” wollte ich wissen.
“Das Wasser kann doch nicht einfach so verschwinden?”
“ Das war der Mond” antwortete Vater.
“Der Mond hat ja gar keine Hände um den Stöpsel zu ziehen”
“ Nein, das nicht, aber der Mond hat eine Anziehungskraft wenn er um die Erde dreht.
Dabei zieht er das Wasser aus der Nordsee. Wo es flach ist verschwindet das Wasser dann vollkommen”
Verstanden habe ich es nicht, aber weiter einen Vortrag anhören, nee das wollte ich auch nicht.
“Ja, alles klar. Aber es kommt doch noch mal wieder, oder? “
Ja, so in etwa alle zwölf Stunden kommt das Wasser gucken, ob der Jürgen noch da ist”, lachte der Vater.
Der Hafen mit seinen vier Krabbenkuttern, die in unterschiedliche Farben angestrichen waren, wirkte irgendwie fröhlich und irgendwie friesisch anders. Sie waren einfach richtig schön anzusehen.
Ein Fischer war noch dabei seinen Kutter aufzuklaren. Er hatte einige Plastikkörbe mit kleinen krebsartigen Tierchen mit langen Fühlern.
“Können sie uns davon einige verkaufen” fragte Vater.
“Jo, wie viele wolls du denn?”
“Nur ein wenig, damit die Jungs die mal probieren können.”
“ Eine Büchse voll, kostet eine Mark”
“Ja, in Ordnung”
Der Fischer nahm eine leere Konservenbüchse als Maßstab und füllte diese mit den Krabben.
“So da ist euer Granat, wie wir hier in Friesland sagen”
“Wenn ich groß bin werde ich auch Fischer”, stellte ich fest.
Als wir nach fast drei Stunden das Nordseebad erkundet hatten ging es zurück zum Campingplatz. Wir gehen noch mal kurz ins Watt. Wollen doch mal sehen wie es sich anfühlt.”
Das Watt war sehr schlammig. Am Anfang gleich hinter dem Sandstrand noch alles in Ordnung. Die Füße sackten nur bis zu den Knöchel in den Matsch ein.
Je weiter wir gingen, desto tiefer sackten wir ein.
“Kinder, ihr müsst vorsichtig gehen, im Watt sind unten scharfkantige Muscheln” sagte der Vater und schrie “aua”.
“ Welches Ferkel hat diese vielen kleinen Häufchen ins Watt gemacht” wollte ich wissen.
“ Die sind von den Wattwürmern.”
“Die machen überall hin? Igitt”!
“ Nein die wühlen sich durchs Watt bis zum Sand und suchen dabei nach Nahrung. So ähnlich wie ein Staubsauger. Vorne der Sand rein und hinten Sand wieder raus. Das sind dann diese ringelförmigen Häufchen”. “Morgen machen wir eine größere Wattwanderung Kinder,” sagte Vater.
Wir sitzen zum Abendessen im Wohnwagen und bekamen eine Anleitung zum Krabbenpulen. Sie schmecken erheblich besser als wie sie aussehen. Wir freuten uns auf unsere Schlaflager.
Mitten in der Nacht kam mit der Flut auch Wind auf. Es war herrlich. Die Wellen waren zu hören und der Wind zottelte am Vorzelt herum.
Wir drei Jungs verkrochen uns tief in unseren Schlafsäcken.
Morgens schlichen wir aus dem Zelt. Wir wollten den Strand nach Strandgut oder nach Flaschenpost, möglichst mit einer Schatzkarte darin, absuchen. Wir fanden aber nur ein paar Taschenkrebse, leere Miesmuschel und Seetank. Außer Heinz der fand eine Klassenkameradin.
Es ist ein niedliches Mädchen und er wollte lieber mit ihr Aale angeln, als mit uns durchs Watt zu laufen.
Der Wind war inzwischen vollkommen abgeebbt und die Sonne versuchte sich durch die diesige Luft zu kämpfen. Es gelingt ihr zunächst nur spärlich.
Aber nach dem Frühstück zogen wir die Badehosen an. Heinz natürlich nicht. Er nahm seine beste Klamotte für sein treffen mit dem Mädchen an. Wir vier gingen ins Watt hinaus. Zunächst marschierten wir in Richtung des Leuchtturmes Arngast.
“Das wird bestimmt spannend. Dort wo der Leuchtturm steht war vor ein paar Hundert Jahren ein Dorf mit ziemlich reichen Bewohnern. Das Dorf hieß ebenfalls Arngast.” erklärte der Vater, der sich vorher in der Kurverwaltung informiert hatte.
“Es wurde damals durch eine sehr schwere Sturmflut vernichtet worden.
Vielleicht finden wir ja noch etwas Interessantes. Erst vor kurzem wurden noch Scherben von sehr alten Tonkrügen gefunden. “
“Die kleinen Flüsschen sind ja praktisch, dann kann ich immer mal meine Füße wieder waschen“ sagte ich.
“Das sind so genannte Priele, die kleinen laufen in größere und die größeren in noch größere. Die werden dann Balgen genannt und sind auch bei Ebbe noch mit Booten die nicht so einen großen Tiefgang haben, befahrbar.”, erklärte Vater uns.
Nun haben wir aber schon einige Priele durchschritten. An deren Ufern sackten wir jedes Mal besonders tief ein.
“Ich habe Hunger und Durst” fing ich an zu quengeln.
Die Mutter war bestens darauf vorbereitet. Sie hatte Kakao in kleinen dreieckigen
Tüten und Brötchen dabei.
Während wir aßen und tranken fragte Manfred:” Wir gehen und gehen, aber der Leuchtturm ist immer noch ganz weit weg. Wie lange brauchen wir denn noch?”
Vati wurde verdammt nervös.” In eine Stunde ist wieder Hochwasser also kehren wir wieder um.”
“Aber Dangast ist auch so weit weg,” stellte Manfred fest.
Ich wollte gerade losheulen, da bekam ich noch ein Stück Brötchen.
Verdammt, dadurch das wir alle den Wattboden nach Schätze absuchten ist keinem aufgefallen das die Zeit aus den Augen verloren ging.
Beim überqueren der Priele fiel uns schon auf, dass diese inzwischen einen höheren Wasserstand bekamen.
Den nächste die wir erreichten war schon randvoll und fing an das Watt mit Wasser zu bedecken.
“Müssen wir jetzt ertrinken?” fragte ich.
“ Wir müssen jetzt ein wenig schneller gehen, dann ist alles gut, “beruhigte Vater.
“Das kommt bestimmt nur weil ich die Lutscher genommen habe”
“ Das war wirklich nicht in Ordnung dass du sie gelutscht hast, aber das verursacht keine vollen Priele.”
Wir gingen nun erheblich schneller, denn das Wasser lief inzwischen bedenklich
auf.
“So, da ist nun der große Priel, da noch rüber und dann haben wir es geschafft.”
Hier waren in bestimmten Abständen umgedrehte Reisigbesen gesteckt.
“Die waren doch vorhin nicht da”, stellte Mutter fest.
“Wir müssen da aber rüber“, sagte Vater bestimmend.
Er ging an den Reisigbesen, der eine Fahrrinnenmarkierung darstellt und tastete sich dichter ans Wasser ran. Er wollte die Tiefe abschätzen.
Nach drei Schritten steckte bis übers Knie im Watt fest.
Wir bemühten uns, ihn zu Dritt wieder rauszuziehen.
Was nach mehren Bemühungen dann auch gelang.
“Ja Kinder, wir müssen jetzt alle ganz laut um Hilfe rufen. Wir haben uns wirklich total mit der Zeit verschätz.”
Inzwischen ist schon überall Wasser zu sehen. Ich kann nicht erkennen wo die Priele laufen. Wir können dann dort nicht einfach durchgehen, weil ihr nicht schwimmen könnt. .
Wir riefen “Hiiilllffeee” “Haaalloooo” immer und immer wieder.
Im Dangaster Hafen schaut der Kutterkapitän der GRETEL durch sein Fernglas.
“Man seht euch bloß diese Familie dort hinten im Wattenmeer an.
Bei auflaufenden Wasser mit zwei kleinen Kindern. Oh diese leichsinnigen Touristen.
Irgendjemand muss den Urlaubern mal sagen das Hochwasser, der höchste Stand ist
Aber das Wasser natürlich schon vorher aufläuft. Und wenn die Priele bedeckt sind wird die Nordsee zur Mordsee.
Heinz der mit seiner selbstbebauten Angel mit dem Mädchen noch im Hafen nach
Aale fischte wurde hellhörig.
“ Moin, darf ich mal durch ihr Fernglas gucken”, fragte er den Fischer.
“Jo komme mal an Bord. Was willst du denn sehen?”
“Meine Eltern und Brüder wollten zum Leuchtturm gehen. Ja das sind sie”
Der Kapitän überlegte nicht lange. Er ließ den Diesel an und machte die Leinen los.
“Tschüss, Lisa, rief Heinz noch zu dem Mädchen rüber.
“Seit mal still! Was ist das”
“Putt, putt, putt” klang es gleichmäßig und etwas lauter werdend.
“Das sind die Wattleichen und werden uns jetzt holen” sagte Manfred.
“Aber Mani die haben keinen Motor. Weiter rufen, es ist ein Boot.”
“Hiiilllffeee”
“Da ist es, ein Kutter”, schrie Manfred.
“ Hoffentlich sieht uns der Kapitän.” sagte Mutter
“Nein, der dreht ab. Fährt jetzt genau entgegengesetzt.”, sagte Vater mit besorgter Stimme.
Rufen, Kinder, so laut ihr könnt.”
Jetzt ändert er wieder den Kurs und kommt auf uns zu.
Der Kapitän hat uns wahrgenommen. Er ließ ein Brett von der Bordwand ins Wattenmeer gleiten.
Einer nach dem anderen ging am Bord der DAN 21 mit den Namen GRETEL.
“ Wo wolltet ihr denn hin” fragte der Krabbenfischer.” Also wenn ihr die Balge
durchquert hättet, seid ihr auf dem direkten Weg nach Wilhelmshaven aber da hättet ihr nur noch schwimmen können.
Als das Wasser auflief hat sich Heinz große Sorgen um euch gemacht.
Eines will ich euch noch sagen, die Balgen kann man natürlich durchschwimmen. Aber am Ufer durch das sehr weiche Watt hochzukommen ist fast unmöglich.
Wenn dann noch Nichtschwimmer dabei sind, mein lieber Mann.”
Er wendete den Kutter und fuhr in den Hafen zurück.
“Hast du uns nicht gesehen? Ihr seid doch plötzlich in eine andere Richtung gefahren, ” fragte ich.
Doch, aber ich muss doch den Verlauf der Balge folgen, sonst steckt mein Kutter im Watt fest.”
“Du, Heinz, du darfst jetzt immer auch meine Lutscher haben”.
Am alten Kurhaus an der Promenade war ein kleines Schwimmbecken.
Das war mit Nordseewasser gefüllt, so dass man den Grund nicht sehen konnte.
Vater redete eine ganze weile mit den Bademeister und zeigte ein paar Mal zu uns rüber.
Dann kamen die Beiden zu uns.
“Gut Kinder, wir sehen uns morgen um zehn und um fünfzehn Uhr zum Schwimmunterricht und das solange bis ihr es könnt”, sagte Herr Behrens, der Bademeister.
Nach eine Woche hatten wir drei unser Freischwimmen bestanden.
Mutter nähte das Abzeichen mit der einen Welle an unsere Badehosen.
Oh waren wir stolz. Auch wenn es kühler wurde wollten wir nur mit der Badehose bekleidet raus.
Es war der allererste und ganz toller Urlaub, der für immer unvergessen blieb.
Der Kontakt zu Dangst blieb. Unsere Eltern kauften später einen
“richtigen” Wohnwagen mit einem großen Vorzelt . Dieser wurde dann zwischen Ostern bis Oktober in Dangast aufgestellt. Die Luftmatratze wich einem Schlauchboot mit einem kleinen Außenborder Motor.
Bis England habe ich es damit aber nicht geschafft.
H.-Jürgen Niemeyer 2016
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Nach einer Ebbe folgt immer eine Flut
Auch wenn die Idee, aus dem ersten Urlaub mit all seinen kleinen Abenteuern eine Geschichte zu machen, fand ich den Text etwas schwer zu lesen. Hauptsächlich sind mir aufgefallen:
Zeitsprünge:
quote:Wir sitzen zum Abendessen im Wohnwagen und bekamen eine Anleitung zum Krabbenpulen.
Hier wechselst Du mitten im Satz das Tempus, sodass es erkennbar falsch ist, an anderen Stellen wechselst Du absatzweise, da ist es dann schwer, die Ereignisse in den richtigen zeitlichen Zusammenhang zu bringen. Falls Du (beim ersten Abschnitt kam mir der Gedanke) teilweise die Gegenwartsform benutzt, um die Spannung zu erhöhen, dann verpufft der Effekt.
Fehlende Bezüge:
quote:Ins Vorzelt wurden drei Luftmatratzen für uns Kinder gelegt.
Es waren schöne Luftmatratzen. Sie hatten eine Stoffschicht mit einer blauen und einer roten Seite.
Die Sachen wurden aus Onkel Erichs Kombi geladen, der hat uns hier her gefahren hatte. Meine Eltern hatten, wie fast alle in der Straße in der wir wohnten, kein eigenes Auto. Er musste gleich wieder zurück, weil er in seiner Bäckerei noch die Brote fertig backen musste.
Hier ist zum einen die Absatztrennung unglücklich: Warum reißt Du die Beschreibung des Nachtlagers durch den Absatz auseinander? Zum andern benutzt Du im letzten zitierten Satz ein Personalpronomen, nämlich das Er am Anfang, das überhaupt keinen Bezug hat. Im Satz davor kommt nichts vor, worauf es sich beziehen könnte. Auch wenn der Leser sich natürlich erschließen wird, dass es um den Onkel geht, der noch weiter vorne erwähnt wurde, stört das den Lesefluss.
dass/das: Es gibt mehrere Stellen, an denen das statt dass steht. Gute Faustregel: Wenn Du das mit dieses oder welches ersetzen kannst, ist es richtig, sonst gehört dass dahin.