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Die Kastratin

Da in diesem Roman die Kirche (und hier insbesondere die katholische Kirche) eine nicht unbedeutende Rolle spielt, habe ich es mal in diese Rubrik gepackt. Es wäre allerdings auch bei den historischen Romanen gut aufgehoben

"Die Kastratin" ist ein absolut lesenswertes und sehr fesselnd geschriebenes Buch. Iny Lorentz versteht es, mit ihrer Erzählung und vor allem mit ihrem Erzählstil, den Leser in Bann zu schlagen.

Zum Inhalt:
Die junge Giulia, Tochter des Kapellmeisters Fassi aus Salerno, hat nur einen brennenden Wunsch: Sie möchte im Chor ihres Vaters singen, denn sie hat eine wunderschöne Stimme. Doch im Italien der Renaissance ist den Frauen das Singen in der Kirche verwehrt. Ein Zufall gibt Giulia die Chance, ihren größten Traum zu verwirklichen, doch sie zahlt einen hohen Preis dafür, denn fortan muss sie als Kastrat verkleidet durch die Lande ziehen...
Als sie ihrer großen Liebe begegnet, wird ihr das zum Verhängnis ...


Inwieweit der Roman der Analyse eines Historikers standhält, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber für mich ist das auch nicht von Belang. Denn zu verfolgen, wie sich das junge Mädchen über Jahre als Kastratensänger durchschlägt, ist so faszinierend, dass zumindest ich das historische Drumherum nur am Rande beachtet habe.

Schön ist auch, dass dieser Roman eine sehr romantische Seite hat

Die Kastratin
Die Kastratin

Lector, 29.08.2003