Der Sommer hinter dem Hügel
Sveit - so nennt man die kleinen Landgemeinden Islands, in denen das Leben noch in ganz anderen Bahnen verläuft als in dem längst "globalisierten" Reykjavík. Jón Kalman hat sich dieser angenommen und präsentiert einen höchst unterhaltsamen Reigen aus scheinbar ganz alltäglichen Episoden, schrägen Typen, skurrilen Begebenheiten und schließlich sogar wahren Wundern - nicht ohne Logik und Kausalgesetze immer mal wieder mit einem fröhlichen Augenzwinkern zu überschreiten..
(das war die Kurzbeschreibung, jetzt "mein Senf")
Es erschien mir zu Beginn etwas ungewöhnlich, dass in einem Buch, das im Land mit der geringsten Bevölkerungsdichte in Europa spielt, so viele verschiedene Charaktere vorkommen - aber das ist ja wohl eine eher typische Eigenschaft von Episodenbüchern.
Am Anfang ist der Zugang zum Buch aufgrund der isländischen Namen und der Fülle an auftretenden Personen etwas schwer zugänglich, aber wenn man einmal drin ist, ist es ein wirklich äußerst unterhaltsames Buch. Ich werd' mich auf die Suche nach mehr Büchern von Jón Kalman machen..
merz., 25.02.2003
