Antigone
Tja, was soll ich sagen, Troja hat mich inspiriert mich meinen alten Büchern mal wieder zuzuwenden. Und nach langer Zeit habe ich mir Antigone mal wieder vorgenommen. Ich habe das Buch damals in der Schule gelesen und ich hatte schon damals etwas übrig für Tragödien.
König Kreon verweigert Polyneikes das Begräbnis, da er Theben angegriffen hat. Seine Leiche soll am Strand verrotten und von den wilden Tieren gefressen werden. Obwohl Kreon mit der Todesstrafe gegen alle droht, die der Leiche die letzte Ehre erweisen, übertritt Antigone das Verbot und beerdigt ihren Bruder. Zunächst gelingt ihr das im Schutz der Nacht, allerdings wiederholt sie ihre rituellen Handlungen nochmals bei Tage und wird von den Wachen festgenommen. Der aufgebrachte Kreon läßt sie lebendig einmauern und läßt sich weder von ihrem Hinweis auf das göttliche Gesetz noch von den Bitten seines Sohnes Haimon umstimmen. Haimon ist Antigones Verlobter. Erst der Seher Teiresias kann Kreon zur Meinungsänderung bewegen, als er diesen verflucht und voraussagt, daß seine Tat einem Familienmitglied den Tod bringen werde. Kreon will nun alles rückgängig machen, aber es ist bereits zu spät. Antigone hat sich erhängt, Haimon mit dem Schwert selbst entleibt und aus Schrecken darüber gibt sich schließlich auch noch Kreons Frau Eurydike den Tod. Kreon bleibt als gebrochener Mann zurück.
Besonders interessant als Figur finde ich Kreon. Man fragt sich ob er ein uneinsichtiger Tyrann ist, den schließlich die gerechte Strafe trifft oder ob er gar nicht anders handeln konnte, weil er sich als neuer König behaupten muss? Mir hat das Buch immer noch gut gefallen.
Tarik, 25.05.2004
