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Laura und das Geheimnis von Aventerra

gebunden, 510 Seiten, beim Buchhändler in der Kategorie bis 13 Jahre.

Laura, eine 13jähriges Mädchen, nicht besonders gut in Mathematik, aber unter einem besonderen Stern geboren, steht zusammen mit ihrem Bruder Lukas, dem 'Super-Kiu' (Kiu = IQ) und ihrer Internatsfreundin Kaja im Mittelpunkt dieses Romans. Die Handlung spielt - abgesehen vom Anfang - im Internat Ravenstein und auf der Parallelwelt Aventerra. Dort wurde der Kelch der Erleuchtung von den dunklen Mächten gestohlen und auf der Erde versteckt. Beide Welten sind nur an bestimmten Tagen durch einen 'Tunnel' verbunden. Laura hat aufgrund ihrer Gabe die Aufgabe, diesen Kelch zu finden und an die guten Mächte der Parallelwelt zurückzugeben. Da Elysion, der Herr des Lichts durch das Schwert von Borboron, dem Herrn des Dunkels, verletzt worden ist, eilt die Rückgabe des Kelchs, um Elysion vor dem Tode zu erretten.
Parallel zu Lauras Unternehmungen werden auch die Aktionen in der Parallalwelt Aventerra geschildert, wo ein latentes Kräftemessen der beiden Kontrahenten stattfindet.

Mein erstes (und einziges) Problem bei diesem Buch war, ob es auch ein Buch für einen Jungen ist. Der Titel mag da ein Hindernis sein - doch jeder Junge, der diese Schwelle überschreitet, wird mit einer spannenden Handlung belohnt. An einigen wenigen Stellen empfand ich den Gegenwartsbezug etwas penetrant (beispielsweise den Boris-Becker-Tennisball).
Was mich sonst noch störte, ist eine Kleinigkeit, nämlich die Diskrepanz der Darstellung des Schulgebäudes auf dem Umschlag zu der auf den Einbandinnenseiten und zur geschriebenen Darstellung.
Das Buch wird teilweise als Harry-Potter-Remake angesehen. Dies kam mir bei keiner Zeile in den Sinn. Gewisse Ähnlichkeiten sind bei Romanen einer Kategorie wohl auch nicht zu vermeiden - sonst gehörten sie ja auch nicht in dieselbe Kategorie.

Mein Resumée: eine äußerst spannende und eigenständige Fantasy-Geschichte - nicht nur für Mädchen.

fibomo, 31.12.2002