Der Mann, der lächelte
Ein älterer Anwalt, der sich auf Wirtschaftsberatung speziallisiert hat fährt von einem Treffen mit seinem Großklienten nach Hause nach Ystad. Er hat schon vor längerem herausgefunden, dass sein Klient seine Verträge fälscht, Steuern hinterzieht usw. Bis jetzt hat er mit niemanden über seine Endteckung gesprochen, aber da er heute erfahren hat, dass an den Händen seines Klienten Blut klebt will er mit seinem Sohn, ebenfalls Anwalt weitere Schritte planen.
Doch dazu kommt es nicht mehr: er wird ermordet, die Mörder können es jedoch als einen Autounfall tarnen und der ermittelnde Polizist Martinsson kommt nicht dahinter.
Doch sein Sohn glaubt nicht an das Unfallszenario und sucht den mittlerweile seit einem Jahr im Krankenstand befindlichen Wallander (sie sind befreundet auf).
Wallander hat jedoch gerade beschloßen seinen Beruf für immer aufzugeben, da er bei der Klärung des letzten Falles aus Notwehr jemanden töten musste und damit nicht klar kommt.
Als er nach Ystad zurück kommt (war in Dänemark) um seine Entlassungspapiere zu unterzeichnen erfährt er, dass sein Freunde (der ihn um Hilfe gebeten hatte) ebenfalls ermordet wurde.
Innerhalb von Sekunden entschließt er sich doch bei der Polizei zu bleiben und beginnt sofort mit den Ermittlungen bezüglich des Mordes.
persönliche meinung
Mir gefällt dieser Wallander Krimi besonders gut, da hier der größte Schritt in der Charackterentwicklung Wallanders geschieht. Er hat einen Menschen getötet ( bzgl. Weiße Löwin) und kommt damit nicht klar. Er leidet an Depressionen, haltet es in Ystad nicht aus und fährt nach Dänemark und kann sich nicht vorstellen jemals wieder in den Dienst einzutretten. Doch die Ermordung seines Freundes wirft alles um.
Weiters erscheint eine neue Kollegin in Ystad Ann-Britt Höglund . Mankell versucht sich von nun auch aus der Perspektive einer Frau zu schreiben. Wie es ihr ergeht als einzige Frau unter lauter Männern, die dazu noch aus einer anderen Generation stammen. Wallander sieht sie zwar als sehr gut an und man merkt, dass er mit ihr am offensten über seine Theorien spricht, die anderen jedoch halten sie für unerfahren und weniger gut. Sie haben Angst von ihr vertrieben zu werden. Hansson ist seit sie in Ystad ist nur noch auf Fortbildungsseminaren, da er befürchtet ins Abseits zu geraten.
Es kommt auch sehr gut die Haltung einiger bei der Polizei heraus, dass man den Mächtigen wohl nicht auf die Zehen steigt und sie nur mit Seidenhandschuhen behandeln sollte.
Weitere Themen die Mankell anspricht wären: Organhandel, Umstruckturierung der schwedischen Gesellschaft.
Zum ersten Mal erfährt man auch ein wenig über die Kindheit Wallanders und das Zusammenleben mit seinem Vater.
der_graue, 30.10.2003
