Zukunftshorrorvisionen gibt es seit dem Maya-Kalender und vermutlich auch darüber hinaus. Was passiert, wenn Super-Vulkane explodieren, Tornados das Land verwüsten oder das Meer mit seinen Bewohnern zurückschlägt, hat die literarische Recherche mehrfach eindrucksvoll in Worte gepackt. Finster wird es, wenn reale Bedrohungen beschrieben werden, die das Leben vor der eigenen Haustür ins Chaos stürzen. Der österreichische Autor Marc Elsberg kombiniert die vorherrschende Terror-Panik mit schauriger Endzeitstimmung und lässt den Leser nach und nach erkennen, dass sich der Komfort und Luxus der zivilisierten, globalisierten Welt in fremder Hand in eine tödliche Waffe verwandeln kann.
Der Wodka steht kalt. Die Pelzmütze sitzt. Die Balalaika ist gestimmt. Hier ist sie nun also: die langersehnte Verfilmung der Schabernack-Sozialstudie „Russendisko“ des gleichnamigen Erfolgsromans des Berliner Kiezkönigs und Titelhelden Wladimir Kaminer. Die romantische und zum Schreien komische Leinwandadaption handelt zur Nachwendezeit, als die meisten Russen aus Deutschland abzogen, in der aber Wladimir und zwei seiner Freunde, Mischa und Andrej, die deutsche Ordnung mit viel russischem Herzblut ins Chaos stürzten. Die junge Hauptstadt, Magnet skurriler Persönlichkeiten, Freidenker, Künstler und Teilzeitspinner, bereitet den drei russisch-jüdischen Immigranten einen Empfang, der zum Abschied motiviert. Mit großer Klappe, musikalischen Ambitionen, doch nur wenig Rubel bestreiten die Rüpel-Russen einen Sommer der unvergesslichen Momente und schicksalshaften Begegnungen.
Wenn man in den letzten Tagen die Zeit besaß, sich möglichst viel an der frischen Luft zu vergnügen, hat man es kaum glauben können, dass wir uns noch nicht einmal im April befinden. Rein meteorologisch gesehen ereilte uns der Frühlingsanfang ja vor ein paar Tagen, die Temperaturen und zahlreiche Sonnenstunden zeigen, dass wir womöglich auch schon ein wenig weiter sind. Bei atemberaubendem Wetter konnten wir Eis essen und durch die Städte wandeln, im Park grillen und in einigen Fällen auch schon einmal anbaden, was uns ganz deutlich zeigt, dass der Frühling mehr als nur im Kommen ist.
„(Wir wollen) nicht die verzerrte und vulgarisierte Version eines Werks, das sich doch bereits als erfolgreich erwiesen hat.“, war die strikte Verneinung Hitchcocks ersten Drehbuchvorschlags durch seinen Produzenten, David O. Selznick. Der bis dahin unverfilmte Bestseller „Rebecca“, veröffentlicht von Daphne Du Maurier im Jahr 1938, wurde von Alfred Hitchcock selbst zur Adaption vorgeschlagen. Die Realisierung des Projekts überstieg den finanziellen Handlungsspielraum des Hollywood-Frischlings allerdings bei Weitem. Trotz der Abhängigkeit, die sich daraus ergab, arbeitete er, zur Verwunderung aller, von Anfang an mit sehr eigenwilligen Methoden, dessen Erfolge ihn aber zu einem der bedeutendsten Regisseure der Filmgeschichte avancieren ließen.
Für Christian Kracht war es ein durchaus als turbulent zu bezeichnender Monat. Sein neuer Roman “Imperium” veranlasste Spiegel-Literaturkritiker Georg Diez, Kracht ein “vermeintlich rechtes Weltbild” zu unterstellen. Was Verlag Kiepenheuer & Witsch und der Autor selber selbstverständlich umgehend, noch am Erscheinungsdatum von “Imperium”, dementierten. Verlagsseitig wurde eine Erklärung veröffentlicht, die dem Spiegelredakteur Bösartigkeit unterstellte und seine Kritik als “perfide” bewertete. Natürlich wissen wir, dass gegenseitige Unterstellungen selten zu einem für beide Seiten befriedigenden Ergebnis führen. Und so war es auch in diesem Fall. Schnell griffen bekannte Autoren wie Elfriede Jelinek oder Peter Stamm für ihren Kollegen Kracht Partei und warfen dem Spiegel vor, eine “Grenze zwischen Kritik und Denunziation überschritten” zu haben. Kracht und der Spiegel hatten sich damit ihren eigenen “Rubikon” geschaffen, dessen Wogen es nun zu glätten galt. Doch welche Seite hat hier recht?
„Godfather des Britpops“ und „Vater aller Mods“– sind sehr gerechte, aber abgegriffene Ehrentitel für den Mann aus Woking in Südengland. Diese Beschreibungen, die eher seine Bedeutung in der Vergangenheit erfassen als die der Gegenwart, dürfen aber keinesfalls unterschlagen werden, wenn das bisherige Lebenswerk des Multitalents umrissen wird . Schon mit siebzehn Jahren gründete er die legendäre Band „The Jam“, der erste echte Meilenstein des kratzigen Politgesangs mit E-Gitarre, und prägte damit den Zeitgeist von Musik, Mode und politischen Debatten einschlägig. Paul Weller war und ist ein rastloser Suchender. Erfolge genießt er kurz und nutzt sie dann als Trittleiter zur nächsten Stufe seiner Entwicklung. Auch in der prestigeträchtigen Rolle des heroischen Vorreiters einer ganzen Generation empfand er die konzeptionellen Grenzen einer Band als zu einengend und verfolgte ab 1992 seine anfangs weniger auffällige, doch dann bemerkenswerte Solokarriere, deren viele Preise seine außerordentliche kreative Schaffenskraft wiederspiegeln. Jedes neu erschienene Album kam einem Griff in die musikalische Wundertüte gleich. Er bedient sich elementarer Grundsteine aus Punk, Soul, Jazz und dem elektronischen Bereich und kombiniert diese, scheinbar bedenkenlos wie ein spielendes Kind, zu sinnerfüllten, auditiven Ereignissen.
Daniel Kehlmann kannte man zu großen Teilen bisher eigentlich nur als Autor von „Die Vermessung der Welt“, einem grandiosen Werk, das 2012 ebenfalls noch die Kinoleinwand erobern soll. Nun aber steht mit „Ruhm“ erst einmal ein anderes Werk im Fokus. Das Kurzgeschichtenmosaik, das sich ganz dem Titel nach mit Erfolg und der dazugehörigen Anerkennung beschäftigt, huscht ab Donnerstag über die Leinwände und glänzt mit Schauspielgrößen wie Senta Berger und Heino Ferch. Für Regisseurin Isabel Kleefeld ist es ihr Leinwanddebüt und, dass dieses keinesfalls ein einfaches darstellt, ergibt sich aus der Struktur des sehr facettenreichen Werkes von eben jenem Autor Daniel Kehlmann.
Liest man den blanken Text, der da in einer Art steht, als würde er auf Backpfeifen warten, verhärtet sich das Bild einer Autorin, die Qualen erleidet. Fast mitleidig blickt man auf die gekonnte Darbietung der Worte, die tragisch lächeln wie ein Passbildgrinsen mit Zahnschmerzen. Sie ist die verlassene Verletzte, analysiert der allwissende Leser schnell. Ergo ist sie darum eine verbitterte Frau, die ihren gebrochenen Stolz vor unserer aller Augen, mit jeder neuen scharfzüngig formulierten Zeile ihres Buches, etwas weicher in Watte packt. – Niemals!
Vor kurzem berichteten wir über die 40-tägige Fastenzeit, die als Vorbereitung auf das traditionelle Osterfest gilt. Ob religiös oder nicht, an Ostern verstecken viele Menschen kleine Ostergeschenke am liebsten in der Natur. Dort sucht dann die gesamte Familie entweder, um traditionell zu bleiben, nach Ostereiern, oder aber nach Süßem und kleinen Präsenten. buecher.de will auch in diesem Jahr wieder alle Osterhasen unterstützen und mit seinen Usern auf die große Suche nach den versteckten Sachen gehen. Um das Osterfest gebührend zu feiern, werden aktuell in der buecher.de Osterwelt die tollsten Geschenkideen vorgestellt. Zudem kann man sich beim Facebook-Ostermemo auf die Suche nach tollen Gewinnen begeben.
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Ein richtig gutes Daddel-Abenteuer habe ich schon etwas länger nicht mehr erlebt. Umso erfreuter bin ich, dass der Konsolenwelt Ende Mai mit einem neuen Highlight aus der Tom Clancy Reihe mal wieder ein ordentliches Action-Spiel präsentiert wird. „Tom Clancy´s Ghost Recon: Future Soldier“ liefert wie der Game-Name schon vermuten lässt einen herausragenden Einblick in die Zukunft der Militärgeschichte und lädt alle Zocker dazu ein, sich mit den neusten High-Tech-Waffen an das Schicksal der Erde heranzuwagen. Als Teil einer Eliteeinheit ist man mit den neusten Errungenschaften auf dem Waffenmarkt vollgepumpt und erhält so die Chance, sich inmitten riskanter Krisengebiete gebührend zu verteidigen.
**Gewinnspiel: Ein ganzes halbes Jahr**
Seit gestern heißt es: Taschentücher zücken, die dramatische... https://t.co/8zr7DK7JCq
Was haben Germany´s next Topmodel und Krieg gemeinsam? Das erfahrt ihr im Slam-Text von Piet Weber: https://t.co/xvAZALicz1