Die kontinentalen Voraussetzungen in der heute im Fokus stehenden Gruppe E sind exakt so wie sie es auch am Montag waren, wo wir uns die literarischen Leistungen der Gruppe D angeschaut haben. Wie in der Todesauswahl duellieren sich auch in der fünften Turniergruppe der Fußballweltmeisterschaft 2014 zwei europäische, eine mittel- sowie eine südamerikanische Mannschaft. Betrachtet man da nur die schriftstellerische Klasse, erwarten wir äußerst facettenreiche Festspiele.
Dank der Gebrüder Grimm, die bekanntermaßen zu Beginn des 19. Jahrhunderts sämtliche Kinder- und Hausmärchen in einem Band sammelten, bekamen wir bereits in jungen Jahren spannende Geschichte vorgelesen. Ja, Märchen begleiten uns während der Kindheit. Sie verinnerlichen moralische Grundsätze und lehren uns einiges für das spätere Leben. Neuerdings finden auch immer mehr dieser Erzählungen ihre Verwendung in großen Hollywoodproduktionen, wobei sich der Fokus gelegentlich etwas verschiebt. Zuletzt sah man beispielsweise „Hänsel und Gretel“ als Hexenjäger und in „Spieglein, Spieglein“ eine recht sonderbare Schneewittchen-Adaption. Mit „Maleficent“ bekommt die Revolution der neuausgelegten Märchenstoffe neuen Zuwachs.
Vergangenen Freitag schauten wir auf die literarischen Aushängeschilder der WM-Teilnehmer aus Gruppe C. Heute bewegen wir uns einen Schritt weiter und erkunden, welche kulturellen Errungenschaften die Vertreter aus Gruppe D bereits der Nachwelt zur Verfügung stellten. Dass während der Weltmeisterschaft insbesondere in diesem Tableau fußballerische Schwergewichte aufeinandertreffen, mag bei einer Besetzung mit drei früheren Weltmeistern kaum überraschen. Selbst literarisch gesehen gehört die Gruppe D zu den absoluten Highlights der Fußball-Weltmeisterschaft 2014.
Zwei Gruppen haben wir bereits auf ihre literarischen Leistungen hin begutachtet. Anders, als in Gruppe A und B, wo mit Brasilien und Spanien zwei absolute Favoriten auf den Titel bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 ins Geschehen eingreifen, tummelt sich im Tableau C kein ganz so großes Aushängeschild des globalen Ballspiels. Rein literarisch aber bietet sie absoluten Hochgenuss und vor allem ein facettenreiches Quartett.
Gibt es etwas Schöneres als einem Superhelden bei einem gemütlichen Kinoabend dabei zuzuschauen, wie er die Welt vor unglaublich starken Bösewichten rettet? Es gibt nur eine Antwort auf diese Frage: Ja, das gibt es – eine ganze Palette an Superhelden. Längst scheint er nicht mehr auszureichen, der gute alte Eins-gegen-Eins-Zweikampf, in welchem ein Comicheld gegen einen Bösewicht antritt. Ohnehin ist dieses Schubladendenken nicht mehr zeitgemäß. Die Superhelden von heute sind ambivalent, vereinen viele Eigenschaften und kommen in der Gruppe sogar noch besser an. Wer das nicht glaubt, sollte mal einen Blick in „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ werfen.
Am vergangenen Freitag erschien an eben dieser Stelle die erste Auflage unseres Specials zur Fußball-Weltmeisterschaft. In den kommenden Wochen wollen wir explizit auf das literarische Vermögen der 32 Teilnehmer, die sich für den Festakt in Brasilien qualifizieren konnten, blicken. Bei der heute vorzustellenden Gruppe B wird es nicht nur zur Neuauflage des letzten WM-Endspiels kommen, sondern auch im schriftstellerischen Bereich so einiges an Unterhaltung geboten.
Lange dauert es nicht mehr, bis sich in Brasilien die 32 besten Teams der Welt duellieren, um untereinander die beste Fußballnation des Erdballs auszumachen. Schon jetzt befindet sich das ganze Land in großer Vorfreude auf das sportliche Großereignis. Nicht zuletzt deswegen wollen auch wir den Blick in Richtung Brasilien recken und die literarischen Highlights aller Teilnehmer der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 vorstellen. Beginnend mit der Gruppe A präsentieren wir in den kommenden Wochen alle 32 Länder und stellvertretend einen Schriftsteller bzw. eine Schriftstellerin, die man bereits hervorbringen konnte.
Exakt sechzig Jahre mussten vergehen, um einem der größten Helden das filmische Denkmal zu setzen, das er verdient hat. Dass der Hauptakteur wohl nicht so ganz dem gesellschaftlichen Schönheitsideal entspricht, wird da eigentlich nicht zur Nebensache. „Godzilla“ besticht definitiv eher mit inneren Werten als äußeren Lichtblicken. Wenngleich Roland Emmerich sich bei seiner Inszenierung Ende des abgelaufenen Jahrtausends ordentlich Mühe gab und glanzvolle Filmmomente zu einem sehenswerten Blockbuster zusammenfügte, wird die japanische Riesenechse erst mit der ab Donnerstag in den Kinos zu sehenden Version von Gareth Edwards so richtig von Hollywood in Szene gesetzt.
Den in Oberösterreich geborenen Thomas Neuwirth dürften die wenigsten kennen. Selbst die von ihm ins Leben gerufene Travestiekünstlerin Conchita Wurst war bis zum Samstag nicht jedem bekannt und wenn, dann wohl nur durch einige Auftritt in der Boulevardpresse. Dass Conchita Wurst nebenbei auch noch ganz gut singen kann, bekam man spätestens beim Halbfinalauftritt zum Eurovision Song Contest 2014 mit. Dennoch ist der Finalsieg, den die 25-Jährige in Kopenhagen einheimste, eine kleine Überraschung. Rein musikalisch betrachtet war die Darbietung von „Rise Like A Phoenix“ äußerst ordentlich. Dass der ESC-Sieger 2014 aber aus Österreich stammt, überwältigte nicht nur die Sängerin selbst.
Es steht außer Frage, dass die Veröffentlichungen von Edward Snowden die Weltbevölkerung in ein neues Zeitalter transferiert hat. Das Internet galt lange Zeit als Medium der Demokratisierung und Befreiung der Menschen. Nun, nachdem einer etwas offenlegte, was uns alle mehr oder weniger schockierte, ist deutlich, wie gefährlich der Umgang mit ihm ist. Keinesfalls scheint der primäre Aspekt des technologischen Fortschritts darin zu liegen, dass Menschen frei über ihre Ideen und Ansichten kommunizieren können. Vielmehr geht es um die Kontrolle eben dieser, was die NSA-Affäre mehr als deutlich machte. Daran lässt auch Glenn Greenwald, der die von Snowden gesammelten Dokumente der Weltöffentlichkeit zur Verfügung stellte, keinen Zweifel. Sein neues Werk „Die globale Überwachung“ zeigt ein noch viel größeres Ausmaß.
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