Während in der kommenden Nacht von Sonntag zu Montag in L.A. die Academy Awards und damit die begehrtesten Filmpreise vergeben werden, schaut das literarische Deutschland derzeit gespannt auf die Vergabe des Preises der Leipziger Buchmesse. In drei Kategorien wird ein Werk prämiert, das sich von den anderen seiner Kategorie abhebt. Dafür erhält der dazugehörige Autor Mitte März neben der Auszeichnung auch ein stattliches Preisgeld von 15.000 Euro. Nachdem in der vergangenen Woche an dieser Stelle die Kandidaten für den Bereich Belletristik vorgestellt wurden, widmen wir uns heute der Kategorie Essayistik und Sachbuch, wo nicht weniger unterhaltsame Lektüre wartet.
Mit Tom Clancy ist im vergangenen Oktober ein ganz Großer der Literaturszene verstorben. All seine politisch geprägten Thriller um den CIA-Analysten Jack Ryan sind lesenswert und besitzen einen enormen Unterhaltungswert. Das spricht natürlich auch für den neusten, „Gefahrenzone“. Viermal hat es Clancys Hauptprotagonist auf die Kinoleinwand geschafft. Nach Alec Baldwin verkörperte Harrison Ford zweimal Jack Ryan. Zuletzt kam diese Ehre Ben Affleck in „Der Anschlag“ zuteil. Nun, zwölf Jahre später, kommt es zu einem weiteren Auftritt im Lichtspielhaus, wobei der Agent dieses Mal von Chris Pine dargestellt wird. Zwar basiert „Jack Ryan: Shadow Recruit“ auf keinem Roman Clancys, das Drehbuch lässt sich aber perfekt in die Reihe einbauen und ist einen Gang ins Kino ohne Frage wert. Schon bevor man diesen unternimmt, lässt sich bei unserem bücher.de Gewinnspiel zum Film etwas Tolles absahnen.
Er ist wieder zurück und das mit einem krawallgebündelten 400-Seiten-Manifest zu den vielen Missständen unserer Gesellschaft. Ja, Thilo Sarrazin nimmt definitiv kein Blatt vor den Mund. Das hat den ehemaligen Bundesbank-Vorsitzenden und Bestsellerautor von „Deutschland schafft sich ab“ 2010 wahnsinnig lang in den Fokus der öffentlichen Auseinandersetzung und Meinungsbildung gerückt. Man muss weder Prophet noch Messias sein, um einen ähnlich öffentlichen Austausch zum brandaktuellen Werk „Der neue Tugendterror“ heraufzubeschwören. Schon im Titel erweist sich das provokative Stück als Anlehnung an Orwells „1984“, wenngleich die Fiktion im 21. Jahrhundert in einigen Passagen der Realität gewichen ist.
Der Weg, den Waris Dirie zurückgelegt hat, war mehr als steinig und schwer. Aus den Slums Somalias schaffte sie es auf die internationalen Laufstege, avancierte zum gefragten Topmodel und gerade im letzten Jahrzehnt zu einer absoluten Vorreiterin für die Menschenrechte in unserer Welt. Dirie, die gemäß ihrer kulturellen Herkunft als Fünfjährige beschnitten wurde und die mit 13 unmittelbar vor der Zwangsverheiratung mit einem Stammesangehörigen stand, der ihr Großvater hätte sein können, hat es heraus geschafft aus einer Welt, die für uns Mitteleuropäer so surreal erscheint. Ihr Schicksal haben wir dank der Verfilmung ihres Weltbestsellers „Wüstenblume“ bildlich nachverfolgen können. Die kleine Dirie spielte ein Mädchen namens „Safa“, für das sich die Autorin nun in ihrem neuen Werk einsetzen möchte.
Der Fall Gurlitt wirbelte Ende des vergangenen Jahres eine Menge Staub auf. Plötzlich waren sie wieder präsent, die schändlichen Taten der Nationalsozialisten, zu denen eben auch das Thema Kunstraub gezählt werden muss. Niemand kennt das Ausmaß der Machenschaften. Sicher ist nur, dass noch heute, etwa sieben Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg, unzählige Kunstschätze im Verborgenen liegen. Hitlers Plan ging ursprünglich in die Richtung, bei Kriegsniederlage alle eingesammelten Kunstgegenstände zu zerstören. Es ist zu großen Teilen den „Monuments Men“ zu verdanken, dass es beim Plan blieb. Die alliierte Sondereinheit aus Kunsthistorikern, Kuratoren und Museumsexperten rettete zu Kriegsende zahlreiche Gemälde, Skulpturen und andere Kunstwerke. Nun sorgt Regisseur und Hauptdarsteller George Clooney dafür, dass wir endlich von ihrem unschätzbaren Wert für die Menschheitsgeschichte erfahren.
Seit 2005 wird der Preis der Leipziger Buchmesse nun schon vergeben. Die Auszeichnung zählt zu den renommiertesten literarischen Ehrungen des Landes. Neben Belletristik werden auch die Sparten Sachbuch/Essayistik und Übersetzung mit einem Preisgeld von 15.000 Euro verliehen. Die jeweils fünf Kandidaten für diese beiden Kategorien wollen wir in den nächsten Wochen vorstellen. Den Anfang aber macht heute die Königsdisziplin, zu deren bisherigen Preisträgern namenhafte Autoren wie Terézia Mora, Clemens Meyer und Wolfgang Herrndorf gehören. Wer den begehrten Preis bei seiner zehnten Vergabe während der diesjährigen Leipziger Buchmesse erhält, wird erst Mitte März verraten. Die Nominierten im Bereich Belletristik aber können sich durchaus sehen lassen.
Einen wirklich guten Thrillerautoren erkennt man nicht ausschließlich daran, dass seine Auflagen zu tausenden von Exemplaren an den Leser gebracht werden. Natürlich ist das ein erstes Indiz dafür. Häufig profitiert er aber auch davon, dass sich der in einer Reihe beschriebene Ermittler, Kriminologe oder sonstige Hauptprotagonist in die Herzen der Leser einbrennt. Sie wollen dann eine neue Geschichte von Robert Langdon, Carl Mørck oder David Hunter. Letzterem verdankt Simon Beckett seinen globalen Ruhm. Vier Fälle hat der begnadete Forensiker bereits lösen können, ein fünfter ist nach Angaben des britischen Schriftstellers bereits am Entstehen. Zwischendurch beweist er aber mit „Der Hof“, dass er selbst ohne seinen Hauptakteuer einen unterhaltsamen Roman schreiben kann, der in Windeseile die Bestsellerliste stürmt. Das nämlich ist es, was einen wirklich großen Literaten ausmacht. Er braucht keine Figur mit Wiedererkennungswert. Es sind seine Geschichten, die viele Leute in den Bann ziehen.
Das Gewinnspiel ist beendet! Danke für die zahlreichen Geschichten – unsere bücher.de-Jury hatte viel Spaß beim Lesen. In wenigen Tagen erfahrt ihr hier sowie auf unserer Facebook- und Twitter-Seite, wer die glücklichen Gewinner sind. Übrigens: Die besten Stories werden wir euch selbstverständlich auch nicht vorenthalten. Euer bücher.de-Team! ____________________________________________________________________________________________________________________________________________________ Die Bravo Hits sind Kult: Seit 1992 […]
Vor einigen Wochen standen die Golden Globes im Fokus, Anfang März werden es die Academy Awards sein. Einer der erfolgreichen Preisträger der Globes könnte dann auch bei den Oscars relativ oft auf der Bühne zu sehen sein. Mit ganzen zehn Nominierungen geht die US-amerikanische Ganovensatire „American Hustle“ ins Rennen um die begehrteste Trophäe der Filmindustrie, als einziger Kandidat wohlgemerkt für die Big Five. Bei den Globes räumte das Werk von David O. Russell („Silver Linings“ und „The Fighter“) bereits den Preis für den Besten Film in der Kategorie Komödie/Musical sowie die Beste Hauptdarstellerin und Beste Nebendarstellerin ab.
Matthias Keidtels „Das Leben geht weiter“ setzt die Erfolgsgeschichte der „Trilogie des modernen Mannes“ fort. Der zweite Roman rund um Holm und der Suche nach seinem Weg im Leben, der Anfang des Monats als eBook und für vier Wochen exklusiv auf bücher.de erschienen ist, setzt dabei auf die gleichen Stärken, die auch den ersten Teil […]
**Gewinnspiel: Ein ganzes halbes Jahr**
Seit gestern heißt es: Taschentücher zücken, die dramatische... https://t.co/8zr7DK7JCq
Was haben Germany´s next Topmodel und Krieg gemeinsam? Das erfahrt ihr im Slam-Text von Piet Weber: https://t.co/xvAZALicz1