Sie ist eine der erfolgreichsten Autorinnen unsere Zeit und international bekannt. Ihre einzelnen Romane um einen äußerst begabten Zauberlehrling finden sich unter den am meisten verkauften Werken aller Zeiten wieder. Doch Joanne K. Rowling ist heute viel mehr als nur die Schöpferin von Mister Harry Potter. Sie ist eine Autorin, die sich auch im Krimi-Genre bestens etabliert hat und die Vorbild für viele andere ist. Joanne K. Rowling ist eine Frau, die ihre Wortgewandtheit nicht dazu genutzt hat, sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Sie ist eine Frau der leisen Worte, eine Vorbotin des asketischen Erfolgsliteraten. Allein wegen dieser doch sehr positiven Charaktereigenschaft, Worte für sich sprechen zu lassen, ist sie es wert, ihr zum 50. Jahrestag beste Glückwünsche zu übermitteln.
Normalerweise finden an dieser Stelle jene Filme Beachtung, die in dieser Woche auf die Kinoleinwand kommen. Aufgrund der herausragenden Bearbeitung des literarischen Stoffs von Karen Duve möchten wir im heutigen Filmtipp aber schon mal ein wenig vorausschauen. In drei Wochen wird nämlich eine deutsche Produktion zum Kinobesuch einladen, in der wahnsinnig viel Herzblut steckt und die mit einem grandiosen Hollywood-Darsteller aufwartet. „Taxi“ ist ein 97-minütiges Epos, das uns die 1980er zurückholt und einen Einblick in das mit Geschichten gefüllte Hamburger Nachtleben gewährt. Mittendrin lebt eine 25-Jährige, die nach ihrem richtigen Platz sucht und diesen eigenartigerweise auf der Straße findet bzw. in einem Taxi, auf dessen Rückbank sich die unterschiedlichsten Gestalten versammeln.
Fernsehserien sind so etwas wie unser schlimmstes Laster. Wir verbringen wahnsinnig viel Zeit mit ihnen. Zeit, in der wir genau betrachtet rein gar nichts machen. Wir beobachten und bleiben in genau dieser Position verhaften. Aktives Handeln ist dabei nicht vorhanden. Trotzdem ist jeder Mensch schon mal irgendeiner Serie verfallen, sei es die Daily-Soap, der Science-Fiction-Epos oder die Mittelalter-Saga. Erklärbar ist dieses Phänomen mit unseren alttäglichen Sorgen, denen wir dank einer Fernsehserie entfliehen können. Dort nämlich, in den einzelnen Charakteren erfüllen sich unsere Träume und Sehnsüchte. Durch die Identifikation mit einzelnen Protagonisten ist es dann doch irgendwie eine aktive Beteiligung unsererseits. Dank dieser Möglichkeit wird das Medium Fernsehserie auch so schnell nicht von der Bildfläche verschwinden. Zumal, wie in unserem heutigen Serientipp ersichtlich, immer wieder gute neue Vertreter auftauchen. „The 100“ ist eine Serie für und über Jugendliche, die sich aber mit einem recht erwachsenen Problem herumschlagen müssen.
Zuletzt ist es ein wenig ruhig geworden um Jilliane Hoffman. Die US-Amerikanerin, die in der ersten Dekade des neuen Jahrtausends ein fester Bestandteil der Bestsellerliste war, hat seit 2012 schon keinen Thriller mehr herausgebracht. Dafür aber tut sie es nun umso gewaltiger. Im Stile eines guten Weins hat sich das Warten für alle Fans gelohnt. Mit „Samariter“ liefert die Autorin einen wirklich explosiven Roman, der Atemberaubendes bereithält. Er präsentiert recht früh einen echten Schreckensmoment und zeigt auf monströse Art, was ein kurzes Zögern, eine winzige Unentschlossenheit bewirken kann.
Der Stripperfilm „Magic Mike“ zeigte den Kinozuschauern vor einigen Jahren nicht nur, wie fit Mister Channing Tatum ist, sondern auch wie viele Muskelpartien sich unter dem Shirt von Schauspielveteran Matthew McConaughey tummeln. Nun kommt unter dem viel aussagenden Titel „Magic Mike XXL“ die Fortsetzung ins Kino. Sie enthält exakt das, was sie laut Name bereits verspricht. Wir erleben ein Sequel, in dem die erfolgreichen Elemente des Vorgängers eingebunden werden, alles aber einen Tick mächtiger. Mehr Stripper in mehr Showeinlagen und natürlich mit mehr Frauen. Was Steven Soderbergh vor Jahren als eine Art Sozialdrama zusammenstellte, wird im Jahr 2015 unter dem einstigen Assistenten Gregory Jacobs zur XXL-Tanzfilm-Ausgabe.
Harper Lee ist ein wirklich außergewöhnlicher Fall. Mit nur einem einzigen Werk schaffte es die US-Amerikanerin sich einen dicken Stein in die Historie zu meißeln. Obwohl „Wer die Nachtigall stört“ bis zuletzt das einzige Schriftstück war, das von ihr jemals an die Öffentlichkeit gebracht wurde, ist die heute 89-Jährige international bekannt und eine der größten Autorinnen des 20. Jahrhunderts. Mehr als vierzig Millionen Exemplare des Romans wurden verkauft, Harper Lee dafür unter anderem mit dem begehrten Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Nun, 55 Jahre nach ihrem Welterfolg und mit fast 90 Jahren ist unter dem Titel „Gehe hin, stelle einen Wächter“ eine Fortsetzung erschienen.
Weltmeister Lewis Hamilton, Rennfahrer-Sohn Nico Rossberg oder am Ende doch der zuletzt entthronte Vierfach-Weltmeister Sebastian Vettel? Die Formel1-Saison in diesem Jahr gestaltet sich bisher offen. Obwohl kein Weg an Mercedes vorbeizuführen schien, hat es ein Ferrari-Pilot bereits geschafft, den zentralen Platz auf dem Siegerpodest einzunehmen. Das sorgt für Spannung und großes Mitfieberpotenzial. Zehn Rennen sind es noch, bis der neue Weltmeister feststeht. Bis zum nächsten Grand Prix in Ungarn bleiben neun Tage. Genug Zeit, um sich bei unserem heutigen Gametipp „F1 2015“ auch mal auf der Rennstrecke zu versuchen.
Der Club der 27er ist ein oftmals benanntes Ensemble, wenn es darum geht, viel zu früh verstorbene Größen aus dem Musik- und Showbusiness zu vereinen. Zu ihnen gehören Nirvana-Spitze Kurt Cobain, Janis Joplin oder Jimi Hendrix. Seit dem 23. Juli 2011 fällt auch der Name Amy Winehouse in diese Kategorie. Ihr Blutalkoholwert zeigte 4,1 Promille, als die Lebensuhr der Soulqueen nicht mehr weitertickte. Mehr als 25 Millionen Tonträger hat die Sängerin verkauft, sechs Grammys gewonnen und dennoch war sie nie so wirklich glücklich, griff zu Drogen und eben Alkohol. In „Amy“ nun rollt Asif Kapadia („Senna“) das Leben von Amy Winehouse dokumentarisch auf. Er zeigt dabei Aufstieg und Fall eines Weltstars und überzeugt mit wundervollen visuellen Einstellungen.
Normalerweise kann man sich anhand des Titels eines Buches immer eine ganz gute Vorstellung vom Inhalt machen. Zumindest die Richtung scheint ungefähr absehbar. Bei einem Wortfetzen wie „Herzsammler“ klingeln da zunächst die Glocken der romantikorientierten Leserschaft. Alle die in Stefan Ahnhems zweitem Roman der Reihe um Fabian Risk aber eine Geschichte im Stile Inga Lindströms oder Rosamunde Pilchers erwarten, werden bitter enttäuscht. „Herzsammler“ nämlich ist genau betrachtet das exakte Gegenteil einer seichten Lektüre, die man bei Tee, Kerzenschein und auf der Couch genießen kann. Bei diesem schwedischen Kriminalroman werden sich stattdessen die Härchen aufstellen.
Pablo Escobar war einer der größten Gangster des ausgehenden 20. Jahrhunderts. Er hat den Drogenhandel revolutioniert, ihn zu einem äußerst lukrativen Geschäft gemacht und den weltweiten Handel vorangetrieben. Heute sehen ihn viele Drogenbosse, nicht nur die der südamerikanischen Kartelle, als großes Vorbild, weil er einfach verdammt lange Erfolg hatte und seinen Einflusskreis immer weiter ausdehnte. Von Kolumbien aus ging es in die weite Welt, in der Escobar auch zwei Jahrzehnte nach seinem Tod noch immer ein bekannter Name ist. Andrea Di Stefano („Life of Pi“) hätte sich für seine erste Regiearbeit keinen besseren Gangsterboss der Historie aussuchen können, um einen tollen Streifen mit mächtig Krawall abzudrehen. „Escobar: Paradise Lost“ ist ein Thriller mit viel biografischem Hintergrund und ein bisschen Liebesgeschichte, wobei ersteres recht klug in die zwei Stunden eingestreut wird. Die Mischung passt.
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