Einzig ein Friedrich Schiller ist es wert, dass man ihn in einem Atemzug nennen könnte. Für die meisten Literaturexperten aber ist Johann Wolfgang von Goethe der allergrößte Schriftsteller, der jemals auf deutschem Boden das Licht der Erde erblickt hat. Goethe ist eigentlich jedem ein Begriff, selbst wenn man sich nicht für Literatur interessiert. Was im Kinofilm „Fack ju Göhte“ komisch verarbeitet wurde, existiert genau genommen gar nicht. Wer einen Goethe nicht kennt, ist nicht nur ein Kulturbanause allerhöchster Güte, er ist auch einer, der unsere Geschichte verleugnet. Erst recht, wenn man bedenkt, dass es sich um einen Mann handelt, der vor 265 Jahren auf die Welt gekommen ist und noch immer nicht aus den Köpfen der Mehrheit verschwunden ist.
Als Mitte der 1990er Hollywood mit einer Produktion für Jugendliche, die nicht so ganz jugendfrei war, für Aufsehen sorgte, war das eine absolute Neuerscheinung für das globale Filmgeschäft. „American Pie“ löste eine Welle weiterer solcher Filme aus, blieb bis heute aber stets unerreicht. Die Mixtur für einen Streifen dieser Güteklasse scheint so banal zu sein. Man nehme ein paar Jugendliche, die nach und nach in den Kontakt mit ihrer eigenen Sexualität kommen, lässt sie auf diesem Weg Erfahrungen sammeln und herumexperimentieren. Natürlich führen Experimente und Erfahrungen auf kurz oder lang zum Thema Liebe. Bis es soweit ist, wird alles komisch verpackt und mit unzähligen Gags untermalt. So ist das auch bei „Doktorspiele“, der deutschen Variante von American Pie, die irgendwie eins, zwei Dekaden zu spät auf der Leinwand zu sehen ist.
Die Menschengeschichte ist voller großer Ereignisse. Selbstverständlich aber können wir heute nicht sämtliche Geschehnisse der vergangenen zwei Jahrtausende rekonstruieren. Gerade über das Mittelalter wissen wir weniges, in kulturell-historischen Debatten wird es ganz gerne als dunkel bezeichnet. Diese oberflächliche Sichtweise spiegelt in keiner Weise die Realität wider. Das mag auch auf die Romane von Iny Lorentz zutreffen. Dennoch aber nutzen sie mit großem Unterhaltungswert die große Wissenslücke, welche für phantastische Geschichten im Stile von „Die List der Wanderhure“ offen geblieben ist.
Noch immer befindet sich ganz Fußball-Deutschland im absoluten Ausnahmezustand. Natürlich ist das so, schließlich haben Philipp Lahm und Co. endlich den heiß ersehnten und langfristig erwarteten vierten Stern auf das Nationaljersey gebracht. Nun, also ist Deutschland der amtierende Champion, andere Nationen werden uns den Ruf als derzeitige Fußballmacht frühestens 2016 wieder streitig machen können. Bis 2018 gar ist die Bundesliga die Eliteklasse der weltbesten Nationalmannschaft. Der Großteil der jetzigen Weltmeister spielt in der Heimat. So darf getrost davon ausgegangen werden, dass es auch in der ab heute startenden Bundesliga-Saison 2014/15 großartigen Ballzauber zu sehen gibt. Der Rekordmeister Bayern München leitet gegen den VfL Wolfsburg die 52. Spielzeit ein und hofft trotz einer wenig optimalen Vorbereitung auf einen guten Start.
Mit dem Projekt „The Expendables“ formierte „Rocky“ Sylvester Stallone vor vier Jahren erstmals ein gigantisches Ensemble an Actionstars, deren einzelne Vertreter die letzten 30 Jahre Filmgeschichte bestimmten. Das vereinte Jung und Alt in den Kinosälen und fungierte als generationsübergreifendes Spektakel. Im zweiten Teil der Reihe kamen einige weitere Stars hinzu und auch im dritten Part, „The Expendables 3“, sehen wir nun noch mehr Stars des Genres. Insofern bleiben sich Stallone und Co. der bisher angestrebten Philosophie treu, wenngleich es im ab Donnerstag zu sehen Leinwandspektakel diesmal aufgrund der niedrigen Altersbeschränkung nicht ganz so blutig zur Sache geht. Actionfans werden bei den einzelnen Moves von Statham, Snipes, Schwarzenegger und Li aber definitiv auf ihre Kosten kommen.
Würde ist ein heikles Thema, nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Während wir davon ausgehen, dass wir dahingehend einen ordentlichen Standard vorweisen können, da im Grundgesetz fest verankert ist, dass die Würde eines Menschen unantastbar ist, bleibt die Todesstrafe in vielen Ländern noch immer ein bewährtes Mittel. Es gibt allerdings auch in unserer Heimat wahrlich nicht wenige, die für eine Neureglung des Themas plädieren, eine Organisation befürworten, in welcher der Mensch sein Recht auf würdevollen Umgang verlieren kann. Wie beispielsweise soll man mit Massenmördern umgehen, wie mit Kinderschändern oder Vergewaltigern? Ferdinand von Schirach gibt darauf keine klare Antwort, in seinem neuen Essayband „Die Würde ist antastbar“ stellt er aber mal wieder Ausnahmeszenarien unserer Menschheit vor.
Gerade möchten die sonnigen Tage ja gar kein Ende nehmen. Während des Sommers kann man wahnsinnig viel Zeit an der frischen Luft verbringen. Je näher es in Richtung September geht, desto weniger Sonnenstunden besuchen unser Land. Die Tage werden kürzer und die kälteren Stunden mehren sich. Im Herbst dann werden wie Buchfans vermutlich wieder mehr Nachmittage in den heimischen vier Wänden verbringen und die Stunden mit guter Lektüre füllen. Da trifft es sich gut, dass sich für den Herbst bereits einige literarische Schwergewichte mit ihren neuen Werken angekündigt haben. So wird garantiert niemals Langeweile aufkommen.
Kerstin Giers Edelstein-Trilogie, die auch als Reihe „Liebe geht durch alle Zeiten“ bekannt wurde, erlebte bereits in der Romanform eine wahre Erfolgsgeschichte. Die einzelnen drei Teile wuchsen zum international gefeierten Weltbestseller. Da war es dann auch nur eine Frage der Zeit, wann man den Plot, der definitiv großes Unterhaltungspotenzial in sich trägt, auf die Leinwand zaubert. Im vergangenen Jahr war es mit „Rubinrot“ endlich so weit. Von Jugendlichen, aber auch Erwachsenen gut besucht, avancierte die deutsche Produktion zum einem literarischen Highlight des Filmjahres 2013. Noch erfolgreicher soll nun „Saphirblau“ werden. Die zweite Auskopplung hat den Nachteil, als Mittelteil den Aufgesang übertreffen zu müssen, gleichzeitig aber Raum für ein episches Finale zu lassen. Man kann nun resümieren, „Saphirblau“ wird dem gerecht.
Es war ohne Frage das Serienhighlight des vergangenen Jahres. „Under The Dome“ sorgte dafür, dass die Menschen am Mittwochabend in den heimischen vier Wänden blieben und selbst der eingefleischteste Fußballfan während des Champions League Spiels gelegentlich per Fernbedienung zu ProSieben zappte. Das Konstrukt, das Stephen King im zugrundeliegenden Roman „Die Arena“ entwarf, hatte bereits vor der Verfilmung reichlich Unterhaltungspotenzial. Man sperrt ein paar Menschen in ihrem gewohnten Umfeld ein, sie somit von der Außenwelt ab und schaut einfach mal, was passiert. Es ist einiges in Chester´s Mill passiert, seit sich die Kuppel über die Kleinstadt gelegt hat. Aufgrund des gigantischen Erfolgs von Staffel eins hat man nun bereits mit der Ausstrahlung der zweiten Durchgangs begonnen.
Es mag die magische Anziehungskraft sein, die von Werken historischer Note ausgeht, oder aber auch der Zauber einer sonderbaren Nähe, die durch Protagonisten entsteht, mit denen man mitfühlt. Klar ist, dass historische Romane zahlreiche Leser für sich gewinnen, vielleicht auch, weil man mithilfe der einzelnen Seiten dem gewohnten Umfeld entkommen kann. „Die Jahrhundert-Saga“ von Ken Follett profitiert noch von einem anderen Element, sie erzählt von Menschenschicksalen, die ein dunkles Jahrhundert ansehnlicher machen. Menschen, die Parade stehen für die Ereignisse, die gerade auf uns Deutschen wie ein dunkler Schatten lagern. Mit dem zweiten Band „Winter der Welt“ hat sich der Waliser den Gegebenheiten rund um den Zweiten Weltkrieg gewidmet. Einen Monat vor der Veröffentlichung des finalen Teils „Kinder der Freiheit“ erscheint dieser nun endlich im handlichen Taschenbuchformat.
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