Irgendwie schienen die letzten Jahre, als gehöre es mittlerweile zur Pflichtaufgabe eines jeden Politikers, auch mal ein literarisches Werk zu veröffentlichen. Von zu Guttenberg bis Steinmeier haben sich viele versucht, wenige von ihnen sind gut angekommen. Einige, man nehme das Beispiel Sarrazin, haben für reichlich Aufruhr gesorgt. Richtig große Aufruhr bot auch das Jahr 1989, in dem sich demografisch gesehen nicht nur in Deutschland ordentlich etwas veränderte. Das jahrelange Nebeneinander der unterschiedlichen Ideologien hatte ein Ende und auch wenn man noch heute von Ost- und Westdeutschen spricht, sind wir politisch gesehen zur Einheit verschmolzen. Erich Honecker gilt als eine der Identifikationsfiguren der DDR, in „Letzte Aufzeichnungen“ hat er uns seine Ansichten vermacht.
Ein Jahr geht zu Ende, ein neues beginnt und wie schon die Jahre zuvor gibt es einige Dinge, Gesetze und Regeln, die neu in Kraft treten und das Alte ersetzen und erweitern. Der Otto Normalverbraucher stolpert ganz gerne über solche Dinge, die sich noch nicht im Allgemeinkanon manifestiert haben. Desto wichtiger werden Werke, die dem Laien die unterschiedlichen Veränderungen der undurchsichtigsten Bereiche nahelegen. Einer diese besagten Nirvanas ist ganz sicher das Steuerwesen, in welchem sich aber genau genommen jeder zurechtfinden muss. Denn jeder, egal ob millionenschwer oder am Rand des Mindesteinkommens, muss sich mit dem Fiskus auseinandersetzen. Gut, dass WISO dabei jedes Jahr hilft.
Seien wir mal ganz ehrlich, politisch gesehen gehört Deutschland zumindest in Europa zu den absoluten Führungsmitgliedern. Charismatisch gesehen aber stecken die politischen Oberhäupter um einiges hinter der Konkurrenz fest. Es gibt einige wenige Ausnahmen, doch Leute vom Kaliber der vergangenen Regierungstage eines Helmut Kohl oder eines Herrn Schmidt gehören der Vergangenheit an. Bei Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg keimte diese Hoffnung wieder auf. Imposant war sein Aufstieg, umso schneller ging die Kurve aber auch wieder nach unten. Nach der Anfang des Jahres aufgekommenen Plagiatsaffäre trat er weitgehend aus dem Fokus der Öffentlichkeit heraus. Nun peilt er mit „Vorerst gescheitert“ die Rückkehr auf die ganz große Bühne an.
Wie bereits angekündigt, findet am heutigen Freitag der 8. Bundesweite Vorlesetag statt und das ganz nebenbei mit der Rekordteilnehmerzahl von über 11.000 Unterstützern. Unter ihnen finden sich auch Prominente wie Moderator Cherno Jobatey, Sängerin Nena, Nationalelfmanager Oliver Bierhoff oder Kultautor Bastian Sick. Von der Zeitung DIE ZEIT, Der Stiftung Lesen und der Deutschen Bahn ins Leben gerufen, waren in diesem Jahr wieder alle herzlich dazu eingeladen, sich aktiv zu beteiligen. Auch buecher.de unterstützt die Initiative, so liest Fantasy-Autor und Schirmherr des buch-checker-Wettbewerbs Wolfgang Hohlbein exklusiv aus seinem Roman „Die Tochter der Midgardschlange“ im buecher.de-Blog vor.
WeiterlesenMan mag es kaum glauben, dass Deutschland, ein Land mit so ereignisreicher Historie, lange Zeit gar nicht über dasjenige Mittel verfügte, was Menschen zusammenfügt. Sprache ist heute in erster Linie zum Zweck der Kommunikation da, doch Sprache ist auch ein Sinnbild von Nationalität, ein bindendes Glied zwischen den Bürgern eines Staates. Ein Band, das die Menschen verbindet. Deutschland war lange Zeit ein Gebilde von Mundarten, Dialekten und Regionalsprachen – bis zu jenem Tag, an dem Konrad Duden Deutschland revolutionierte.
WeiterlesenWenn sich die Leute immer über die großen Erfolge der deutschen Fußballnationalmannschaft unterhalten, hört man die Jahreszahlen 1954, 74 und 90, eben jene Jahre, in denen die Männer den WM-Titel holten. Eigentlich müsste man diese nunmehr über zwanzig Jahre anhaltende Durststrecke relativieren, denn 2003 und 2007 gab es auch den WM-Titel für Deutschland, genauer gesagt für Deutschlands Fußballfrauen. Dank des Vier-Jahre-Rhythmus kann in diesem Sommer Titel Nummer 3 dazukommen und dadurch, dass die WM auf deutschem Boden stattfindet und sich unsere Frauen derzeit in blendender Verfassung befinden, zählt Deutschland selbstverständlich zu den ganz heißen Titelaspiranten.
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Nicht zuletzt wegen Thilo Sarrazin stand im vergangenen Jahr wieder ein ganz heikles Thema in der politischen wie gesellschaftlichen Diskussion. Ein jeder meinte, etwas dazu sagen zu müssen und niemand verschwieg die Wahrheit, nämlich dass wir in Sachen Integration in Deutschland definitiv Redebedarf haben. Während die einen behaupten, dass Einwanderer die Quoten in Bezug auf Verbrechen und Schulabbruch in die Höhe treiben, führen andere immer wieder Beispiele an, anhand derer man sieht, dass unsere Integration keinesfalls mit dem Attribut negativ zu pauschalisieren ist. Nehme man den Grünen-Spitzenpolitiker Cem Özdemir oder Fernsehmoderatorin Nazan Eckes. Letztere hat ein Buch über das Thema geschrieben, keinesfalls als Anklage der Verhältnisse, sondern einfach nur als Erzählung ihrer eigenen Geschichte.
Am Samstagabend war es soweit: Das Finale des 56. Eurovision Song Contest fand in der Esprit-Arena in Düsseldorf statt. 25 von 43 Ländern konnten sich für diese größte Fernsehsendung der Welt qualifizieren und lieferten den Zuschauern eine exzellente Show ab. Als Gastgeber schickte Deutschland dieses Mal Vorjahressiegerin Lena ins Rennen, um ihren Titel zu verteidigen. Und obwohl Aserbaidschan mit der Powerballade "Running Scared" letztlich die Siegerkrone gewann und es für Lena angesichts der großen Konkurrenz nur für den 10. Platz gereicht hat, war der Eurovision Song Contest 2011 eine der bedeutendsten Unterhaltungsshows der deutschen Fernsehgeschichte.
WeiterlesenIm letzten Jahr suchte Stefan Raab in seiner Show „Unser Star für Oslo“ ein neues Gesicht, eines, das Deutschland nach sehr blamablen Auftritten bei den vergangenen Eurovision Song Contests wieder zurück in die europäische Musikelite katapultiert. In der Show kristallisierte sich schnell heraus, wer das Rennen machen sollte, aber wie dieses letztlich ausgeht, das konnte bei weitem keiner erahnen. Raab promotete Lena Meyer-Landrut zunächst in Deutschland, dann in Oslo, um letztlich erstmals nach 1982 den ESC-Erfolg nach Deutschland zu holen. Keine Frage, dass unsere Gold-Lena auch in Düsseldorf als deutsche Kandidatin für den Eurovision an den Start geht.
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Wieder einmal hat es ein Schwede geschafft, sich in die Literaturherzen der Menschen einzuschleichen und mit Stieg Larsson handelt es sich beim diesjährigen Gewinner keinesfalls um eine Überraschung. In der Tat war es aber ein wahnsinnig enges Rennen um den Kampf des Lieblingsbuches 2010, denn auch ein Deutscher hat die Leserherzen hochschlagen lassen, wobei er dies weniger aufgrund seiner spannenden Ausführung als mehr durch die provokativen Zeilen getan haben dürfte. Der Rest taumelt ein wenig abgeschlagen hinterher und so finden wir auf den Plätzen unter anderem eine ereignisreiche Busfahrt durch Namibia, das Leben dreier Familien in Zeiten des ersten Weltkriegs und die beißenden Argumente einer US-Amerikanerin.
**Gewinnspiel: Ein ganzes halbes Jahr**
Seit gestern heißt es: Taschentücher zücken, die dramatische... https://t.co/8zr7DK7JCq
Was haben Germany´s next Topmodel und Krieg gemeinsam? Das erfahrt ihr im Slam-Text von Piet Weber: https://t.co/xvAZALicz1