Lange her ist der Tag noch nicht, an dem Spaniens Kapitän Iker Casillas als erster Iberer den Weltmeisterpokal in den Himmel strecken durfte, trotzdem entfacht sich schon wieder ein neuer Zwist zwischen Vereinstrainern und DFB. Das ist nur allzu verständlich, wenn man bedenkt, dass in gut einem Monat der Meister aus München und sein Vorgänger, der VFL Wolfsburg, die neue Bundesligasaison eröffnen. Doch was nehmen wir mit von der ersten Fußballweltmeisterschaft auf afrikanischem Boden? Was behält man von einer WM, in der Spanien seinen ersten Titel feiern konnte, der Uruguayer Diego Forlan zum besten Spieler ausgezeichnet wurde und die beiden Finalisten von 2006 bereits nach der Vorrunde die Segel strichen?
Weiterlesen2008 zeigte sich eine überragende spanische Mannschaft, der es nach so langer Zeit endlich mal gelang, ihr spielerisches Potenzial in Ergebnisse umzumünzen. Beeindruckend schossen sich Xavi, Torres und Co. zum Europameistertitel und deshalb zählten sie bereits vor Beginn der WM 2010 zum absoluten Favoritenkreis. In der Hauptrunde steigerte sich das Team weiter und kam erstmals in der Historie in ein WM-Endspiel.
WeiterlesenDie Enttäuschung war groß nach dem verlorenen Halbfinale gegen Spanien und auch nach dem Sieg gegen Uruguay im eher unbedeutenden Spiel um Platz 3 merkte man den Jungs, sofern man sich die Interviews der deutschen Spieler anhörte, den Frust über den verpassten Finaleinzug an. Natürlich ist es gerade für die ganz jungen Spieler ein Riesenerfolg, sofort bei der ersten WM-Teilnahme in ein Halbfinale einzuziehen und man sollte nicht vergessen, dass wir durch Siege über England und Argentinien unter die vier derzeit besten Mannschaften der Welt gekommen sind.
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Die Stars Ronan Keating und Robbie Williams sind Mitglied in einem Fußballverein. Wissen Sie in welchem? In welchem Stadion genießt Guru Rod Stewart gerne zwei Halbzeiten und was passiert, wenn Stars in einem Stadion auftreten? Autor Gunnar Leue hat in seinem Werk „Football´s coming home – Die großen Momente der Fußballpopgeschichte“ alle Geschichten gesammelt, in denen Persönlichkeiten aus dem Musikbusiness mit Fußball in Verbindung getreten sind; einem Sport, mit welchem man sie im Normalfall wohl eher nicht identifizieren würde.
Bei der Weltmeisterschaft 1998 kam es in einer Gasse innerhalb der Stadt Lens zu einem brutalen Übergriff von Hooligans, die keine Karten mehr für das Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Jugoslawien erhielten. Ihr Opfer war der Polizist Daniel Nivel, der in der Folge sechs Wochen im Koma lag, heute weder richtig sprechen noch sehen kann. Ebenfalls Polizist war Stefan Schubert, nur hat er seit Jahren ein Doppelleben geführt. Anders als Nivel, der nicht wissen konnte, wie brutal solche Leute werden können, kannte Schubert stets beide Seiten.
Der Kapitän unseres nächsten Gegners, Spaniens Nummer 1 Iker Casillas, brachte es kurz nach seinem Viertelfinalerfolg über Paraguay äußerst treffend auf den Punkt, als er sagte, Deutschland sei die wohl beste Mannschaft dieses Turniers. Auch wenn unsere Helden bisher nicht offen über den Titel sprechen wollen, ist nach insgesamt 60 Spielen eines klar: Deutschland ist einer, wenn nicht sogar der Favorit auf den Titel.
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Dass Fußball längst keine Männerdomäne mehr ist, sieht man dieser Tage allerorts beim WM Public Viewing. Da sind die Frauen inzwischen sogar in der Mehrzahl. Und auch die Zahl der fußballspielenden Mädchen steigt mit jedem neuen Jahrgang immer mehr. Da ist es nicht verwunderlich, dass es inzwischen sogar jede Menge Fußballbücher speziell für Mädchen gibt. Wir haben zwei Bücher ausgesucht.
Das Tor von Helmut Rahn im WM-Finale 1954 bzw. der nachfolgende Torjubel des Kommentators wird wohl auch im nächsten Jahrhundert noch in der Erinnerung eines Fußballfans erklingen. Die WM 2006 hinterließ ebenfalls große Spuren, war Deutschland wohl noch nie so fußballverrückt und noch nie zuvor eine solche Einheit.Genau um diese Einheit geht es in „Fritz Walter, Kaiser Franz und wir“ von Frank Goosen, der in Zusammenarbeit mit anderen Autoren Fußballgeschichten aufgeschrieben hat, die aus ganz eigenen Erfahrungen und dem Umgang mit dem runden Leder erzählen.
Themba ist ein gewöhnlicher Junge aus den südafrikanischen Slums. Schon in jungen Jahren verbringt er viel Zeit zwischen den Hütten und nutzt alle möglichen Gegenstände, die einem Fußball auch nur mit der größten Phantasie ähnlich sehen. Er trainiert fleißig, manchmal zehn Stunden am Tag und kämpft für sein Ziel, eines Tages für die Nationalmannschaft Südafrikas auflaufen zu dürfen. Er selbst will zur Bafana Bafana gehören, die er bisher bei jedem Länderspiel, was er verfolgen konnte, lautstark angefeuert hatte.
Ich dachte bis vor kurzem, dass diese riesige Welle von Kriminalromanen zum Thema Fußball erst mit der jetzigen Weltmeisterschaft in Südafrika entstanden ist, liefert doch besonders das immer noch in weiten Teilen der Stadt äußerst kriminelle Kapstadt massig Anhaltspunkte für fiktionale Geschichten um Mord und Totschlag. Letzte Woche musste ich mich aber eines Besseren belehren lassen und entdeckte „Ballsaison“, ein Werk von Pierre Emme. Dessen Hauptprotagonist heißt Mario Palinski und ist der mit Abstand skurrilste Ermittler, den ich bisher in einem Schriftstück finden konnte.
**Gewinnspiel: Ein ganzes halbes Jahr**
Seit gestern heißt es: Taschentücher zücken, die dramatische... https://t.co/8zr7DK7JCq
Was haben Germany´s next Topmodel und Krieg gemeinsam? Das erfahrt ihr im Slam-Text von Piet Weber: https://t.co/xvAZALicz1