Die Nachfolgerin von Patrick Modiano steht fest. Swetlana Alexijewitsch gewinnt den Nobelpreis für Literatur und geht so verdientermaßen in die Liste der erfolgreichsten Schriftsteller aller Zeiten ein. Die 67-jährige Weißrussin galt vorab als große Favoritin. Zumal sie bereits in den letzten Jahren als potenzielle Preisträgerin im Gespräch war. Am Donnerstag gab die Schwedische Akademie nun bekannt, dass sie als 14. Frau und erste Literatin Weißrusslands in die Historie der Literaturnobelpreis-Annalen eingeht. Grund sei laut Jury „ihr vielstimmiges Werk, das dem Leiden und Mut in unserer Zeit ein Denkmal setzt“.
Bei vielen großen Persönlichkeiten aus früheren Tagen kann man sich nie so recht vorstellen, wie sie in der heutigen Zeit durch das Leben wandeln könnten. Was würde ein Goethe heute schreiben, wäre Marylin Monroe ein Sinnbild der weiblichen Schönheit und könnte Gerd Müller noch immer der Bomber der Nation sein? So wirklich vorstellen kann sich das niemand, schließlich haben wir heute andere Vertreter, die gesellschaftsrelevant herausstechen. Aus meiner Sicht würde ein Kurt Tucholsky sehr gut ins Jahr 2015 passen. Gemäß seines Naturells wäre er sicher ein herausragender Blogger. Keiner, der Ihnen Bücher oder Filme näherbringt, sondern einer, der sich tagtäglich zum politischen Geschehen äußert. Das nämlich konnte Kurt Tucholsky besser als jeder andere und das ist das, was ihn nicht nur an seinem heutigen 125. Jahrestag weiterhin in unserer Erinnerung schweben lässt.
Derzeit steht auf der politischen Agenda eine andere Problematik. Der Konflikt um die Krim ist ein gefährlicher, die Auswirkungen für das globale Gefüge weitgehend unabsehbar. Da scheint das Thema Terrorismus weitgehend in den Hintergrund zu rücken. Der verstärkte Abzug aus Afghanistan ist ein Indiz dafür, dass man weltweit glaubt, den mit den Geschehnissen des 11. September, in Madrid oder London deutlich spürbaren Terrorismus der Bin-Laden-Ära überwunden zu haben. Für Autor Don Winslow, einen der gefragtesten Politthriller-Autoren dieser Tage, ist das eine gefährliche Herangehensweise, was er in seinem aktuellen Werk „Vergeltung“ sehr deutlich zur Sprache bringt.
Am Sonntag ist es soweit. Ganz Deutschland muss sich entscheiden, mit welcher Regierungsspitze es in den nächsten 4-Jahre-Zyklus geht. In den vergangenen Wochen und Monaten ist vieles gesagt und dabei etwas weniger ausgesagt worden. Politische Floskeln haben sich ebenso wie herausfordernde Fragen sämtlicher Medienbeauftragten in die Köpfe der potenziellen Wähler gebrannt. Letztlich ist das Positive an unserem System, dass jeder frei entscheiden kann, mit wem er sympathisiert und wer ihn mit Argumenten und Ansichten mehr überzeugt hat. Wichtig ist in jedem Fall, dass wir wählen. Schließlich ist es Recht und Aufgabe von Bürgern eines demokratischen Staates, mitzuentscheiden. Daran lassen auch die Spitzenkandidaten Peer Steinbrück und Angela Merkel keinen Zweifel. Für Autorin Marina Weisband könnte die aktive Teilnahme sogar noch etwas weiter gehen.
Bis zum 22. September sind es noch knapp vier Wochen. Das mag nach reichlich Zeit klingen, ist für eine derart bedeutende Entscheidung aber gar nicht einmal so lang. Die bevorstehende Wahl ist richtungsweisend für die kommenden Jahre. Aufgrund von einzelnen Gesetzesbeschlüssen werden wir noch in Jahrzehnten mit den Entscheidungen der Regierung von 2013-2017 leben müssen. So ist das in einem demokratischen Staat. So ist das, wenn wir als Bürger mehr oder weniger direkt mitbestimmen können, wo die Reise hingeht. Ob wir den Weg mit Angela Merkel weitergehen wollen, lieber auf Peer Steinbrück setzen oder aber beide in der Regierung sehen werden, muss der September zeigen. Das politkritische Buch „Steinbrück oder Merkel?“ weist auf die eventuellen Folgen möglicher Regierungsmöglichkeiten hin und hilft dem einen oder anderen Unentschlossenen bei der Entscheidungsfindung.
Die Schauspielerei ist ein Handwerk, mithilfe dem man eine ganze Menge bewegen kann. Zwar sind es fiktive Rollen, in die sich ein Künstler hineinversetzen muss, die er aufgrund seines Talents mit Leben erfüllt. Genau diese aber können ein Umdenken, ein Nachdenken im Zuschauer herauskitzeln. Hannes Jaenicke hat viele solcher Rollen, mit denen sich Zuschauer identifizieren konnten, gespielt. Beispielsweise Gilles Broca in „Hindenburg“ oder den Ruben Rath im „Tatort – Das schwarze Haus“. In „Die große Volksverarsche“ beweist er noch weitere große Talente, zeigt sich als Bestsellerautor und potenzieller Weltverbesserer.
Vor gut zwei Wochen erregte eine Nachricht große internationale Besorgnis. Nelson Mandela, Sinnbild für das menschliche Streben nach Freiheit, wurde mit einer Lungenentzündung ins Krankenhaus von Pretoria eingewiesen. Nun ist das bei einem 94-Jährigen genau genommen kein Einzelfall, jedoch einer, auf den die Weltöffentlichkeit das Augenmerk richtet. Der frühere Präsident Südafrikas, der neben Martin Luther King als wichtigster Vertreter für den Kampf gegen die Unterdrückung von Schwarzen gilt, hat sein Land dazu gebracht, die Apartheid zu überwinden. Mandela ist es zu verdanken, dass Südafrika heute als eines der meistentwickelten Länder des Kontinents gilt. Der Friedensnobelpreisträger wird wie ein Prophet verehrt, nur die wenigsten können sich vorstellen, dass er irgendwann einmal diese Welt verlassen muss. Mandela weiß am besten, dass dieser Tag kommen wird. Doch er hat der Welt nicht zuletzt wegen seiner Schrift „Der lange Weg zur Freiheit“ mehr als genügend Botschaften hinterlassen, ihr seinen Stempel wahrlich aufgedrückt.
Bevor Angela Merkel die Geschicke unseres Landes und letztlich auch die europäischen übernahm, war es um Frauen innerhalb der politischen Spitzenpositionen eher etwas rar. Damen wie Margaret Thatcher bildeten tendenziell eher die Ausnahme, es schien eine Art Männermonopol. Trotzdem aber spielten auch die Frauen in der politischen Führungsetage eine entscheidende Rolle, wenngleich sie es an der Seite ihrer Männer eher aus dem Hintergrund heraus taten. Man denke dabei nur mal an Loki Schmidt oder eben Raissa Gorbatschowa, die verstorbene Frau des ehemaligen Präsidenten der Sowjetunion und Friedensnobelpreisträgers Michail Gorbatschow. Dieser widmet sich in seinem neuen Werk „Alles zu seiner Zeit“ vor allem der Frau an seiner Seite – es ist sein bisher persönlichstes Schriftstück.
Gerade erst hat Italien versucht bei einer traditionell unübersichtlichen Wahl eine neue Regierungsspitze zu wählen. Peer Steinbrück hat diese Selektion mit Argwohn beobachtet und ist bei seiner Einschätzung einmal mehr ins Fettnäpfchen getreten. Der SPD-Spitzenkandidat für die diesjährige Bundestagswahl scheint bei seinen Äußerungen nicht immer die Etikette zu wahren, sagt aber zumindest klar und deutlich, was er denkt. Dies hat nun auch ein bekennender Anhänger der anderen großen Partei getan, die sich bei der nächsten großen Wahl berechtigte Chancen ausrechnen darf. Frank Schirrmacher galt schon zu Zeiten der Ära Kohl als ein Befürworter der Christlich-Sozialen. Umso erstaunlicher wirkt nun sein sehr linksgerichtetes Buch „Ego“, das seit einigen Wochen in aller Munde diskutiert wird.
Schon vor dem 22. Mai 2012 drucken die Zeitungen in fetten roten Lettern provozierende Zitate des vermeintlich diabolischen Manifests der Euro-Debatte „Europa braucht den Euro nicht“. Seine letzten Ausführungen bezüglich der deutschen Migrationspolitik erzeugte nicht nur in Deutschland große Aufregung. Thilo Sarrazin ist wie der Daniel Kübelböck der politischen Debatten, denn auch er polarisiert wie […]
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